Apocalypsis Enochi
- 89.3.1
Und ich schaute abermals, und siehe die Quellen am Boden öffneten sich in jener grossen Umfriedigung, und das Wasser fing an aufzusprudeln und sich über den Boden zu erheben, und ich sah (immerfort) nach jener Umfriedigund, bis (schliesslich) die ganze Bodenfläche mit Wasser bedeck war.
- 89.4.1
Und das Wasser, die Finsternis und der Nebel nahmen über ihr zu; und ich sah nach der Höhe jenes Wassers, da hatte sich jenes Wasser bis zur Höhe jener Umfriedigung erhoben und strömte über jene Umfriedigung und blieb auf der Erde stehen.
- 89.5.1
Und alle Rinder jener Umfriedigung waren zusammengeschart, bis ich sah, wie sie untersanken, verschlungen wurden und in jenem wasser umkamen.
- 89.6.1
Und jenes Fahrzeug schwamm auf dem Wasser, alle Rinder, Elefanten, Kamele und Esel aber sanken zu Boden, samt allem Vieh, so dass ich sie nicht mehr sehen konnte, und waren nicht im stande herauszukommen, sondern gingen zu Grunde und versanken in die Tiefe.
- 89.7.1
Und ich schaute weiter im Gesicht, bis jene Wasserbäche von jenem hohen Dache sich verlaufen, die Spalten der Erde sich ausgeglichen, und andere Tiefen sich aufgethan hatten.
- 89.8.1
Da fing das Wasser an in sie hinabzulaufen, bis die Erde sichtbar wurde, und jenes Fahrzeug setzte sich auf der Erde fest, und die Finsternis entwich, und das Licht erschien.
- 89.9.1
Und eben der weisse Stier, der ein Mann geworden war, trat heraus aus jenem Fahrzeug und die drei Stiere mit ihm, und einer von den Stieren war Weiss, gleich jenem Stier, und einer von ihnen war rot wie Blut, und einer schwarz; und eben jener weisse Stier ging fort von ihnen.
- 89.10.1
Und sie fingen an Tiere des Feldes und Vögel zu zeugen, und es entstanden durch sie Arten von allerlei Gestalt: Löwen, Panther, Hunde, Wölfe, Hyänen, Wildschweine, Füchse, Kaninchen, Schweine, Falken, Geier, Weihen, Adler und Raben; auch ein weisser Stier wurde unter ihnen geboren.
- 89.11.1
Und sie fingen an einander zu beissen. Jener weisse Stier aber, der mitten unter ihnen geboren war, erzeugte einen Wildesel und einen weissen Stier daneben, und der Wildesel mehrte sich.
- 89.12.1
Jener Stier aber, der von ihm gezeugt war, zeugte ein schwarzes Wildschwein und ein weisses Schaf, und jenes zeugte viele Schweine, das Schaf aber zeugte zwölf Schafe.
- 89.13.1
Und als jene zwölf Schafe herangewachsen waren, überlieferten sie eins von ihnen den Eseln, und diese Esel wiederum überlieferten jenes Schaf den Wölfen, und jenes Schaf wuchs unter den Wölfen auf.
- 89.14.1
Und der Herr brachte die elf Schafe herbei, bei ihm zu wohnen und mit ihm zu weiden unter den Wölfen, und sie vermehrten sich und wurden zu vielen Schafherden.
- 89.15.1
Und die Wölfe fingen an sie zu fürchten und bedrückten sie so weit, dass sie ihre Jungen umbrachten, und sie warfen ihre Jungen in einen Fluss mit vielem Wasser; und jene Schafe fingen an zu schreien über ihre Jungen und zum Herrn zu klagen.
- 89.16.1
Und ein Schaf, das vor den Wölfen gerettet worden war, floh und entrann zu den Wildeseln; und ich sah die Schafe, wie sie wehklagten und schrieen und den Herrn baten aus aller Kraft, bis jener Herr der Schafe auf das Rufen der Schafe aus seinem hohen Gemach herabstieg, zu ihnen kam und sie weidete.
- 89.17.1
Und er rief jenes Schaf, das den Wölfen entronnen war, und redete mit ihm über die Wölfe, dass es sie ermahnen sollte, die Schafe nicht anzurühren.
- 89.18.1
Und das Schaf ging zu den Wölfen auf das Geheiss des Herrn, und ein anderes Schaf begegnete ihm und ging mit ihm, und sie gingen und traten beide zusammen in die Versammlung jener Wölfe, und sie redeten mit ihnen und ermahnten sie, von nun an die Schafe nicht mehr anzurühren.
- 89.19.1
Und darnach sah ich die Wölfe, und wie sie die Schafe noch härter behandelten mi taller Gewalt, und die Schafe schrieen.
- 89.20.1
Da kam ihr Herr zu den Schafen und fing an, jene Wölfe zu schlagen; und die Wölfe erhoben ein Wehgeheul, die Schafe aber waren still und schrieen von da an nicht mehr.
- 89.21.1
Und ich sah die Schafe, bis sie von den Wölfen weggingen, den Wölfen aber waren die Augen geblendet; und jene Wölfe zogen aus, um die Schafe zu verfolgen mi taller ihrer Macht.
- 89.22.1
Und der herr der Schafe zog mit ihnen, indem er sie führte, und alle Schafe folgten ihm; und sein Antlitz war glänzend, hehr und furchtbar anzuschauen.
- 89.23.1
Die Wölfe aber begannen jene Schafe zu verfolgen, bis dass sie dieselben an einem Wasserbecken einholten.
- 89.24.1
Und jenes Wasserbecken teilte sich, und das Wasser stand zu beiden Seiten vor ihnen; und ihr Herr, der sie führte, stellate sich zeischen sie und die Wölfe.
- 89.25.1
Und da jene Wölfe die Schafe noch nicht zu Gesicht bekamen, so zogen sie mitten in jenes Wasserbecken hinein, und die Wölfe verfolgten die Schafe und eilten hinter jenen Schafen her in jenes Wasserbecken hinein.
- 89.26.1
Und als sie den Herrn der Schafe erbleickten, kehrten sie um, vor seinem Angesicht zu fliehen, aber das Wasser jenes Beckens strömte wieder zusammen und nahm plötzlich seine Natur wieder an, und das Wasser schwoll an und stieg, bis es jene Wölfe bedeckte.
- 89.27.1
Und ich sah zu, bis alle die Wölfe, die jene Schafe verfolgt hatten, umgekommen und versunken waren.
- 89.28.1
Die Schafe aber entkamen aus jenem Wasser und zogen hinaus in die Wüste, woe s weder Wasser noch Gras gab; und sie fingen an ihre Augen aufzuthun und zu sehen, und ich sah den Herrn der Schafe, wie er sie weidete und ihnen Wasser und Gras gab, und jenes Schaf, wie es ging und sie führte.
- 89.29.1
Und jenes Schaf stieg auf die Spitze jenes hohen Felsens, und der Herr der Schafe sandte es (darauf wieder) zu ihnen.
- 89.30.1
Und darnach sah ich den Herrn der Schafe vor ihnen stehen, und sein Aussehn war majestätisch, furchtbar und hehr, und alle jene Schafe sahen ihn und fürchteten sich vor seinem Angesicht.
- 89.31.1
Und sie waren alle in Furcht und Zittern vor ihm und riefen hinter jenem Schafe her, das bei ihnen war, [ nämlich dem andern Schafe,] welches siech in ihrer Mitte befand: »Wir können nicht standhalten vor unserm Herrn und vermögen nicht ihn anzublicken«.
- 89.32.1
Und jenes Schaf, das sie führte, kehrte um und stieg auf die Spitze jenes Felsens; die Schafe aber begannen verblendet zu weden und vom Wege abzuirren, den es ihnen gezeigt hatte, ohne dass jenes Schaf etwas danvon wusste.
- 89.33.1
Da ergrimmte der Herr der Schafe über sie in gewaltigem Zorne, und jenes Schaf erfuhr es und stieg herab von der Spitze des Felsens und kam zu den Schafen und fand den grössten Teil von ihnen verblendet und in der Irre.
- 89.34.1
Und als sie es eblickten, fürchteten sie sich und zitterten vor seinem Angesicht und wünschten zurückzukehren zu ihrer Hürde.
- 89.35.1
Und jenes Schaf nahm andere Schafe mit sich und kam zu jenen Schafen, die abgewichen waren, und darnach fing es an sie zu töten, da fürchteten sich die Schafe vor seinem Angesicht, und jenes Schaf brachte die abgewichenen Schafe zurück, und sie kehrten wieder zu ihren Hürden zurúck.
- 89.36.1
Und ich schaute in diesem Gesicht, bis dass jenes Schaf ein Mann wurde und dem Herrn der Schafe ein Haus baute und alle Schafe in jenem Hause unterbrachte.
- 89.37.1
Und ich sah, bis dass eben das Schaf, welches mit jenem Schafe, das sie führte, zusammengetroffen war, entschlief; und ich schaute, bis all die grossen Schafe umgekommen waren, und kleine an ihrer Stelle sich erhoben, und sie kamen zu einem Weideplatz und näherten sich einem Wasserstrome.
- 89.38.1
Und jenes Schaf, ihr Anführer, das ein Mann geworden war, trennte sich von ihnen und entschlief; und alle Schafe suchten es und erhoben seinetwegen ein grosses Geschrei.
- 89.39.1
Und ich sah, bis sie verstummten mit ihrem Geschrei um jenes Schaf, und sie überschritten jenen Wasserlauf, und es traten andere Schafe als Fúhrer auf an Stelle derer, die entschlafen waren, und führten sie.
- 89.40.1
Und ich sah die Schafe, bis sie an einen vortrefflichen Ort und in ein liebliches und herrliches Land Kamen, und ich sah, bis jene Schafe satt wurden, und jenes Haus stand mitten unter ihnen in dem lieblichen Lande.
- 89.41.1
Und bald waren ihre Augen offen, bald waren sie geblendet, bis sich ein anderes Schaf erhob, sie führte und sie alle zurückbrachte, und ihre Augen aufgethan wurden. 2 in der Irre] + »von seinem Wege ab« II | 9 »dort das Gesicht« II. Henoch. Ἐχ τοῦ τοῦ Ἐνὼχ βιβλίου χρῆσις.
- 89.42.1
Καὶ οἱ κύνες ἤρξαντο κατεσθίειν τὰ πρόβατα καὶ οἱ ὕες καὶ οἱ ἀλώπεκες κατήσθιον αὐτά, μέχρι οὗ ἤγειρεν ὁ κύριος τῶν προβάτων κριὸν ἕνα ἐκ τῶν προβάτων.
- 89.43.1
καὶ ὁ κριὸς ςὗτος ἤρξατο κερατίζειν καὶ ἐπιδιώκειν ἐν τοῖς κέρασειν καὶ ἐνετίνασσεν εἰς τοὺς ἀλώπεκας καὶ μετ᾿ αὐτοὺς εἰς τοὺς ὕας καὶ ἀπώλεσεν ὕας πολλοὺς καὶ μετ᾿ αὐτοὺς * * * * * το τοὺς κύνας.
- 89.44.1
καὶ τὰ πρόβατα, ὧν οἱ ὀφθαλμοὺ ἠνοίηγσαν, ἐθεάσαντο τὸν κριὸν τὸν ἐν τοῖς προβάτοις, ἕως οὗ ἀφῆκεν τὴν ὁδὸν αὐτοῦ καὶ ἤρφατο πορεύεσθαι ἀνοδίᾳ.
- 89.45.1
καὶ ὁ κύριος τῶν προβάτων ἀπέστειλεν τὸν ἄρνα τοῦτον ἐπὶ ἄρνα ἕτερον τοῦ στῆσαι αὐτὸν εἰς κριὸν ἐν ἀρχῇ τῶν προβάτων ἀντὶ τοῦ κριοῦ τοῦ ἀφέντος τὴν ὁδὸν αὐτοῦ.
- 89.46.1
καὶ ἐπορεύθη πρὸς αὐτὸν καὶ ἐλάλησεν αὐτῷ σιγῇ κατὰ μόνας καὶ ἤγειρεν αὐτὸν εἰς κριὸν καὶ εἰς ἄρχοντα καὶ εἰς ἡγούμενον τῶν προβάτων. καὶ οἱ κύνες ἐπὶ πᾶσι τούτοις ἔθλιβον τὰ πρόβατα.
- 89.47.1
ἑξῆς δὲ τούτοις γέγραπται, ὅτι ὁ κριὸς ὁ πρῶτος τὸν κριὸν τὸν δεύτερον ἐπδίωκεν. καὶ ἔφυγεν ἀπὸ προςώπου αὐτοῦ. εἶτ᾿ ἐθεώρουν, φηςίν, τὸν κριὸν τὸν πρῶντον, ἕως οὗ ἔπεσεν ἔμπροσθεν τῶν κυνῶν.
- 89.48.1
καὶ ὁ κριὸς ὁ δεύτερος ἀναπηδήσας ἀφηγήσατο τῶν προβάτων,
- 89.49.1
καὶ τὰ πρόβατα ηὐξήθησαν καὶ ἐπληθύνθησαν. καὶ πάντες οἱ κύνες καὶ αἰ ἀλώπεκες ἔφυγον ἀπ᾿ αὐτοῦ καὶ ἐφοβοῦντο αὐτόν.
- 89.42a.1
Und die Hunde, Füchse und wilden Schweine fingen an jene Schafe zu fressen, bis der Herr der Schafe [ein anderes Schaf,] einen Weidder aus ihrer Mitte erweckte, der sie führte.
- 89.43a.1
Und iener Widder fing an nach hierhin und dorthin jene Hunde, Füchse und wilden Schweine zu stossen, bis dass er sie alle vernichtet hatte.
- 89.44a.1
Und jenem Schaf wurden die Augen geöffnet, und dasselbe sah jenen Widder, der undter den Schafen war, wie er seine Würde vergass und anfing jene Schafe zu stossen und sie niedertrat und unziemlich wandelte.
- 89.45a.1
Und der Her der Schafe sandte das Schaf zu einem andern Schafe, und es erhob dasselbe, Widder zu sein und die Schafe zu führen an Stelle jenes Widders, der seine Würde von sich geworfen hatte.
- 89.46a.1
Und es ging zu ihm und redete mit ihm allein und erhob es zum Widder und machte es zum Fürsten und Führer der Schafe; und bei alledem bedrängten die Hunde die Schafe.
- 89.47a.1
Und der erste Widder verfolgte jenen zweiten Widder, und jener weite Widder machte sich auf und floh vor seinem Angesicht; und ich schaute, bis jene Hunde den ersten Widder niederwarfen.
- 89.48a.1
Aber jener andere Widder erhob sich und führte die [kleinen] Schafe, und jener zweite Widder zeugte viele Schafe und entschlief; und ein kleines Schaf wurde Widder an seiner Stelle und wurde Fürst und Führer jener Schafe.
- 89.49a.1
Und jene Schafe wuchsen heran und mehrten sich; aber alle jene Hunde, Füchse und wilden Schweine fürchteten sich und flohen vor ihm. Und jener Widder stiess und tötete alle wilden Tiere, und jene wilden Tiere vermochten nichts mehr unter den Schafen und raubten gar nichts mehr von ihnen.
- 89.50.1
Und jenes Haus war gross und weit und es war für jene Schafe gebaut, und ein hoher und grosser Turm war auf dem Hause für den Herrn der Schafe gebaut; und jenes Haus war niedrig, aber der Turm ragte empor und war hoch, und der Herr der Schafe stand auf jenem Turm, und man setzte ihm einen vollen Tisch vor.
- 89.51.1
Und ich sah fernerhin jene Schafe, wie sie abermals in der Irre gingen und auf vielerlei Wegen wandelten und jenes ihr Haus verliesen, und der Herr der Schafe berief (einige) Schafe aus ihrer Mitte und sandte sie zu den (andern) Schafen, und die Schafe fingen an sie zu töten.
- 89.52.1
Und eins von ihnen wurde errettet und nicht getötet, und es entsprang und schrie über die Schafe, und sie wollten es töten; aber der Herr der Schafe rettete es aus der Hand der Schafe und brachte es herauf zu mir und gab ihm seinen Platz.
- 89.53.1
Und viele andere Schafe sandte er zu jenen Schafen, um Zeugnis abulegen und Wehklage zu erheben über sie.
- 89.54.1
Und darnach sah ich, wie sie, nachdem sie das Haus des Herrn und seinen Turm verlassen hatten, ganz und gar in der Irre gingen und ihre Augen geblendet waren; und ich sah, wie der Herr der Schafe viel Blutvergiessen unter ihnen und in ihren Herden anrichtete, bis sogar jene Schafe dieses Blutvergiessen herbeiriefen und seinen Ort preisgaben.
- 89.55.1
Und er überliess sie den Klauen der Löwen, Panther, Wölfe und Hyänen und den Klauen der Füchse und aller wilden Tiere; und jene wilden Tiere des Feldes fingen an jene Schafe zu zerreissen.
- 89.56.1
Und ich sah, dass er jenes ihr Haus und ihren Turm verliess und sie alle in die Gewalt der Löwen gab, damit dieselben sie zerrissen und frässen, in die Gewalt aller wilden Tiere.
- 89.57.1
Da began ich zu schreien aus aller meiner Kraft und den Herrn der Schafe zu rufen und ihm Vorhaltungen zu machen in Betreff der Schafe, dass sie von all den wilden Tieren gefressen würden.
- 89.58.1
Er aber blieb ruhig, als er (es) sah, und freute sich, dass sie gefressen und verschlungen und geraubt würden, und er überliess sie der Gewalt aller wilden Tiere zum Frasse.
- 89.59.1
Und er berief siebzig hirten und verstiess eben jene Schafe, dass sie sie weideten, und sprach zu den Hirten und ihren Gesellen: »Ein jeder einzelne von euch soll von nun an die Schafe weiden, und alles, was ich euch befehlen werde, das thut.
- 89.60.1
Und ich werde sie euch übergeben nach der Zahl und werde euch angeben, wer von ihnen umkommen soll, —und diese bringt um«. Da übergab er ihnen jene Schafe.
- 89.61.1
Und er rief einen andern und sprach zu ihm: »Gieb acht und sieh auf alles, was die Hirten an diesen Schafen thum werden; den sie warden von ihnen mehr umbringen, als ich ihnen befohlen habe.
- 89.62.1
Und jeden Übergriff und jede Vernichtung, die von den Hirten ausgehen wird, schreibe auf; wieviel sie auf meinen Befehl vernichten und wieviel sie nach eigenem Gutdünken vernichten, (kurz) jedem einzelnen hirten schreibe alles auf, was er vernichtet.
- 89.63.1
Und lies es mir der Zahl nach vor, wieviel sie vernichteten, und wieviel man ihnen zur Vernichtung überlieferte, dass mir dies zum Zeugnis diene über sie, auf dass ich alles Thun der Hirten kenne, um ihnen nachzurechnen, und sehe, was sie treiben, ob sie bei meinem Befehle, den ich ihnen gegebe, habe, bleiben oder nicht.
- 89.64.1
Aber sie sollen es nicht wissen, und du sollst es ihnen nicht zeigen und sie nicht zurechtweisen, sondern alles, was er vernichtet, schreibe bei jedem einzelnen Hirten jederzeit auf und bringe alles herauf vor mich.«
- 89.65.1
Und ich schaute, bis dass jene Hirten weideten zu ihrer Zeit, und sie begannen zu töten und zu Grunde zu richten mehr, als ihnen geheissen war, und sie überliessen jene Schafe der Gewalt der Löwen.
- 89.66.1
Und die Löwen und Panther frassen und vrschlangen den grössten Teil jener Schafe, und die wilden Schweine frassen mit ihnen, und sie verbrannten jenen Turm und untergruben jenes Haus.
- 89.67.1
Und ich ward sehr traurig wegen des Turmes, weil jenes Haus der Schafe untergraben war, und darnach vermochte ich nicht mehr zu sehen, ob jene Schafe in jenes haus hineingingen.
- 89.68.1
Und die Hirten und ihre Geselen überlieferten jene Schafe allen wilden Tieren des Feldes, sie zufressen, und jeder einzelne von ihnen empfing zu seiner Zeit eine bestimmte Zahl, indem bei jedem einzelnen von ihnen von dem andern in ein Buch eingeschrieben wurde, wie viele er davon vernichtete.
- 89.69.1
Und viel mehr als in Ordnung war, tötete jeder einzelne und brachte um; Da began ich zu weinen und zu wehklagen über jene Schafe.
- 89.70.1
Und ebenso sah ich im Gesicht jenen Schreiber, wie er jedes einzelne aufschrieb, das von jenen Hirten umgebracht wurde, Tag für Tag, und das ganze Buch dem Herrn der Schafe hinaufbrachte, es vorlegte und alles zeigte, was sie gethan hatten, und alle, die jeder einzelne von ihnen beseitigt hatte, und alle, die man zur Vernichtung hingegeben hatte.
- 89.71.1
Und das Buch wurde vor dem Herrn der Schafe vorgelesen, und er nahm das Buch aus seiner hand, lase s und versiegelte es und legte es hin.
- 89.72.1
Und danach sah ich, wie die Hirten zwölf Stunden lang weideten, unsiehe, drei von juenen Schafen kehrten zurück, kamen und traten heran und begannen alles, was von jenem Hause eingfallen war, zu bauen; aber die wilden Schweine hinderten sie, und sie vermochten nichts (auszuführen).73 Und sie begannen wiederum zu bauen wie zuvor und führten jenne Turm auf, und er wurde der hohe Turm genannt; und sie fingen wieder an, einen Tisch vor jenen Turm zu stellen, aberf alles Brot darauf war besudelt und nicht rein.
- 89.74.1
Und zu alledem waren jenen Schafen die Augen geblendet, dass sie nicht sahen, und ihren Hirten ebenfalls, und man überlieferte sie den Hirten zur Vernichtung I n (noch) grösserer Zahl, und sie traten die Schafe mit ihren Füssen nieder und verschlangen sie
- 89.75.1
Und der Herr der Schafe blieb ruhig, bis alle Schafe sich über das Feld zerstreut und mit ihnen vermischt hatten, und sie (die Hirten) retteten sie nicht aus der Hand der wilden Tiere.
- 89.76.1
Und jener, der das Buch schrieb, brachte es hinnauf, zeigte es und las (es) vor dem Herrn der Schafe und flehte ihn an um igrewillen und bat ihn, indem er ihm alles Thun ihrer Hirten zeigte und vor ihm Zeugnis ablegtet wider alle Hirten.
- 89.77.1
Dann nahm er das Buch, legte es neben ihm nieder und ging hinweg.
- 90.1.1
Und ich sah so lange, bis arf diese Weise siebenunddreissig Hirten das Weiden übernahmen, und sie alle führten (es) zu Ende zu ihrer Zeit, wie die ersten, und andere bekamen sie in ihre Hand, sie zu weiden, zu ihrer Zeit, ein jeder Hirt zu seiner Zeit.
- 90.2.1
Und darnach schaute ich im Gesicht, wie alle Vögel des Himmels kamen: die Adler, die Geier, die Weihen, die Raben, und die Adler führten alle Vögel an; und sie fingen an jene Schafe zu fressen und ihnen die Augen auszuhacken und ihr Fleisch zu verzehren.
- 90.3.1
Und die Schafe schrieen, weil ihr Fleisch von den Vogeln verzehrt wurde, und ich sah (es) und wehklagte in meinem Schlafe übe jenen Hirten, der die Schafe weidete.
- 90.4.1
Und ich sah zu, bis dass jene Schafe von den Hunden und Adlern und Weihen gefressen waren, und sie liessen an ihnen nicht das Geringste von Fleisch, Haut und Sehnen übrig, bis nur noch ihr Gerippe dastand, und auch ihr Gerippe fiel zur Erde, und die Schafe wurden (immer) weniger.
- 90.5.1
Und ich sah eine Zeitlang zu, bis dreiundzwanzig Hirten das Weiden übernahmen, und sie vollendeten in ihren Zeitabschnitten achtundfünfzig Zeiten.
- 90.6.1
Und siehe es wurden Lämmer geboren von jenen weissen Schafen, und sie fingen an die Augen zu öffnen und zu sehen und nach den Schafen zu schreien.
- 90.7.1
Die Schafe abert schrieen nicht nach ihnen und hörten nicht ihren Ruf, sondern waren genz taub, und ihre Augen waren ganz und gar geblendet und schwerföllig.
- 90.8.1
Und ich schaute im Gesicht, wie die Raben auf jene Lämmer lfogen und eins von jenen Lämmern ergriffen und die Schafe zerstückelten und frassen.
- 90.9.1
Und ich sah, bis jenen Lämmern Hörner wuchsen, und die Raben ihre Hörner zu Boden warfen, und ich sah, bis ein grosses Horn einem jener Schafe hervorsprosste und ihre Augen aufgethan wurden.
- 90.10.1
Und es sah nach ihnen, und ihre Augen öffneten sich, und es schrie nach den Schafen; da sahen es die Böckchen und liefen alle zu ihm.
- 90.11.1
Und trotz alledem zerrissen jene Adler und Geier, Raben und Weihen immerzu die Schafe und flogen auf sie und frassen sie; und die Schafe schwiegen still, aber die Böckchen wehklagten und schrieen.
- 90.12.1
Und jene Raben stritten und kämpften mit ihm und suchten sein Horn wegzubringen, aber sie gewannen nicht die Oberhand über es.
- 90.13.1
Und ich sah sie, bis die Hirten und Adler und jene Geier und Weihen kamen, und sie riefen den Raben zu, sie möchten das Horn jenes Böckchens zerbrechen; und sie kämpften und stritten mit ihm, und es kämpfte mit ihnen und schrie, dass ihm Hilfe kommen möchte.
- 90.14.1
Und ich sah, bis jener Mann kam, der die Namen der Hirten aufschrieb und hinauf vor den Herrn der Schafe brachte, der half ihm und errettete es und zeigte ihm alles, (dass) er herabgekommen sei zur Hilfe jenes Böckchens.
- 90.15.1
Und ich sahe, bis jener Herr der Schafe zu ihnen kam im Zorn und alle, die ihn erblickten, flohen und verfielen alle in den Zustand des Geblendetseins vor seinem Antlitz.
- 90.16.1
Alle die Adleer und Geier, Raben und Weihen scharten sich zusammen und brachten mit sich alle die Schafe des Feldes, und sie kamen alle zusammen und halffen einander, jenes Horn des Böckchens zu zerbrechen.
- 90.17.1
Und ich sah jenen Mann, der das Buch auf dasa Geheiss des Herrn schrieb, bis er jenes Buch des verderbens aufschlug, das jene letzten zwölf Hirten angerichtet hatten, und vor dem Herrn der Schafe bewies, dass sie mehr als ihre Vorgänger umgebracht hatten.
- 90.18.1
Und ich sah, bis der Herr der Schafe zu ihnen kam und den Stab seines Zornes in seine Hand nahm und die Erde schlug, dass sie auseinanderklaffte, und alle die wilden Tiere un Vögel des Himmels fielen herab von jenen Schafen und versanken in die Erde, und sie deckte sich über dieselben.
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