Apocalypsis Enochi
- 78.4.1
In dem Rund der Sonne sind sieben Lichtteile, um welche sie reiclier ist als der Mond, und nach bestimmtem Masse wird (davon) hinein (in den Mond) gethan, bis der siebente Teil der Sonne zu Ende ist.
- 78.5.1
Und sie gehen unter und treten in die Thore des Westens ein, und beschreiben ihren Kreislauf iiber den Norden und treten durch die ost- lichen Thore an die Oberflache des Himmels hervor.
- 78.6.1
Und wenn der Mond sich erhebt, wird er am Himmel sichtbar, indem die Halfte eines Siebentels Licht in ihm ist, und in vierzehn Tagen macht er sein ganzes Licht voll.
- 78.7.1
Auch dreimal fiinf Teile Licht werden in ihn hinein gethan, (sodass) bis zum fiinfzelinten Tage sein Licht voll wird nach dem Zeichen des Jahres, und er wird zu dreimal fiinf Teilen. Der Mond entsteht also durch die Halften eines Siebentels.
- 78.8.1
LTnd bei seiner Abnahme verringert er sich am ersten Tage bis zu vierzehn seiner Lichtteile, am zweiten bis zu dreizehn, am dritten zu zwolf, am vierten zu elf, am fiinffcen zu zehn, am sechsten zu neun, am siebenten zu acht, am achten zu sieben, am neunten zu sechs, am zehnten zu fünf, am elften zu vier, am zwolften zu drei, am dreizehnten zu zwei, am vierzehnten bis zur Hälfte eines Siebentels seines ganzen Lichtes, und am fünfzehnten verschwindet der Rest vom Ganzen.
- 78.9.1
Und in bestimmten Monaten hat der Mond je neunundzwanzig Tage, und einmal achtundzwanzig.
- 78.10.1
Und noch eine andere Anordnung zeigte mir Uriel, (nämlich darüber) wann dem Monde Licht zugeteilt wird, und auf welcher Seite es ihm von der Sonne zuerteilt wird.
- 78.11.1
Die ganze Zeit, da der Mond in seinem Lichte fortschreitet, thut er (solches in sich) hinein der Sonne gegeniiber (stehend); binnen vierzehn Tagen wird sein Licht voll, aber (erst) wenn er ganz in Flammen steht, ist sein Licht am Himmel voll.
- 78.12.1
Am ersten Tage wird er Neumond genannt, denn an diesem Tage tritt das Licht an ihm hervor.
- 78.13.1
Und er wird genau an dem Tage voll, da die Sonne im Westen hinabsinkt und er vom Osten her nachts emporsteigt; und der Mond leuchtet die ganze Nacht, bis die Sonne ihm gegeniiber aufgeht, und er der Sonne gegeniiber gesehen wird.
- 78.14.1
Und da wo das Licht des Mondes hervor-tritt, da nimmt es auch wieder ab, bis sein gauzes Licht verschwindet, und die Tage des Monats zu Ende gehen, und sein Rund leer bleibt ohne Licht.
- 78.15.1
Und drei Monate lang bringt er es auf je dreissig Tage, und zu seiner Zeit drei Monate lang auf je neunundzwanzig Tage, in denen er seine Abnahme bewerkstelligt in der ersten Zeithalfte und im ersten Thore in einhundert und siebenundsiebzig Tagen.
- 78.16.1
Und in der Zeit seines Ausgangs erscheint er drei Monate lang je dreissig Tage und drei Monate lang je neunundzwanzig Tage.
- 78.17.1
Bei Nacht erscheint er je zwanzig Tage lang wie ein Mann, und bei Tage wie der Himmel, denn etwas anderes als sein Licht ist nicht in ihm.
- 79.1.1
Und nun, mein Sohn, babe ich dir alles gezeigt, und zu Ende ist das Gesetz aller Sterne der Himmel.
- 79.2.1
Und er zeigte mir das ganze Gesetz derselben ftir jeden Tag, fur jede Zeit, die gerade die Herrschaft fiihrt, und fur jedes Jahr und seinen Ausgang, und nach den Vorschriften für jeden Monat und alle Wochen,
- 79.3.1
und die Abnahme des Mondes, die im sechsten Thore stattfindet, denn in diesem sechsten Thore wird sein Licht voll, und darnach tritt der Anfang der Abnahme ein,
- 79.4.1
(und die Abnahme) die im ersten Thore stattfindet zu seiner Zeit, bis einhundert und siebenundsiebzig Tage zu Ende sind, und in der Rechnung nach Wochen funfundzwanzig (Wochen) und zwei Tage;
- 79.5.1
und wie er hinter der Sonne und nach der Ordnung der Sterne genau funf Tage in einem Zeit(abschnitt) zuriickbleibt und wann dieser Standort, den du jetzt siehst, abgethan ist.
- 79.6.1
Das ist das Bild und die Skizze eines jeden Lichtes, wie der grosse Engel Uriel, ihr Führer, sie mir zeigte.
- 80.1.1
Und in jenen Tagen antwortete mir der Engel Uriel und sprach zu mir: »Siehe, ich habe dir alles gezeigt, ο Henoch, und habe dir alles offenbart, dass du sehen solltest diese Sonne und diesen Mond, und diejenigen, welche die Sterne des Himmels führen, und alle, die sie wenden, ihre Art und Weise, ihre Zeiten und ihre Ausgange.
- 80.2.1
Und in den Tagen der Sunder werden die Jahre kürzer werden, und ihre Saat wird sich auf ihrem Lande und auf ihrem Ackerfelde verspaten, und alle Dinge auf Erclen werden sich ändern und werden nicht zum Vorschein kommen zu ihrer Zeit, und der Regen wird zuriickgehalten werden, und der Himmel wird (ihn) festhalten.
- 80.3.1
Und in jenen Zeiten werden die Fruchte der Erde sich verspaten und werden nicht schwellen zu ihrer Zeit, und die Fruchte der Baume werden aufgehalten werden in ihrer Zeit.
- 80.4.1
Und der Mond wird seine Ordnung andern und wird nicht erscheinen zu seiner Zeit.
- 80.5.1
Und in jenen Tagen wird am Himmel eine grosse Unfruchtbarkeit gesehen werden, kommend auf dem aussersten Wagen nach Westen, und er wird heller erscheinen, als es die Ordnung des Lichtes bestimmt.
- 80.6.1
Und viele Häupter der Ordnungssterne (?) warden in der Irre gehen, und diese warden ihre Bahnen und ihr Thun ändern, und warden nicht zu den Zeiten, die für sie festgesetzt waren, erscheinen.
- 80.7.1
Und die ganze Ordnung der Sterne wird den Sündern verschlossen sein, und die Gedanken derer, die auf Erden wohnen, warden in der Irre sein über sie, sie warden von allen ihren Wegen abweichen und sie warden im Irrtum sein und sie für Götter halten.
- 80.8.1
Und das Unglück, das sie trifft, wird viefältig sein, und das Strafgericht wird über sie kommen, um alle zu vernichten.«
- 81.1.1
Und er sprach zu mir: »Betrachte, o Henoch, diese himmlischen Tafeln und lies, was darauf geschrieben ist, und merke dir alles einzelnes«.
- 81.2.1
Und ich betrachtete die himmlischen Tafeln, und las alles, was darauf geschrieben war, und merkte mir alles und las das Buch aller Werke der Menschen und aller Fleischgeborenen auf Erden bis in die fernsten Geschlechter.
- 81.3.1
Und darnach pries ich den grossen Herrn. den König der Herrlichkeit für alle Zeit, dass er die ganze Schöpfung der Welt gemacht hat, und ich rühmte den Herrn wegen seiner Geduld und pries ihn wegen der shone Adams.
- 81.4.1
Darauf sagte ich: »Selig der Mann, der als ein Gerechter und Guter stirbt, über den gar keine Schrift der Ungerechtigkeit niedergeschrieben ist, noch am Tage des Gerichts vorgefunden wird.«
- 81.5.1
Und jene sieben Heiligen brachten mich und setzten mich auf die Erde vor die Thür meines Hauses und sprachen zu mir: »Thue alles deinem Sohne Methusala kund und zeige allen deinen Kindern, das skein Sterblicher vor dem Herrn gerecht ist, den er ist ihr Schöpfer,
- 81.6.1
Ein Jahr wollen wir dich bei deinem Sohne lassen, bis du wieder gekräftigt bist, damit du deine Kinder helehrst, und (es) für sie niederschreibst und (es) allen deinen Kindern bezeugst; aber im andern Jahre wird man dich wegnehmen aus ihrer Mitte.
- 81.7.1
Sei guten Mutes, den die Guten warden den Guten die Gerechtigkeit kund thun, der Gerechte wird mit dem Gerechten sich freuen, und sie warden sich untereinander beglückwünschen.
- 81.8.1
Der Sünder aber wird mit dem Sünder sterben und der Abtrünnige mit dem Abtrünnigen versinken.
- 81.9.1
Und die, welche Gerechtigkeit üben, warden um der Thaten der Menschen willen sterben und warden eingesammelt warden wegen des Thuns der Gottlosen.«
- 81.10.1
Und in jenen Tagen hörten sie auf mit mir zu redden, und ich kam zu meinen Leuten, indem ich den Herrn der Welt pries.
- 82.1.1
Und nun, mein Sohn Methusala, erzähle ich dir alle diese Dinge und schreibe sie für dich auf, und alles habe ich dir offenbart und habe dir die Sochriften über dies alles gegeben; so bewahre den, mein Sohn, das Buch von der Hand deines Vaters und (gibe acht), dass du es den Geschlechtern der Welt überlieferst.
- 82.2.1
Weisheit habe ich dir und deinen Kindern und deinen künftigen Nachkomen gegeben, dass sie ihren Kindern auf Geschlechter hinaus diese Weisheit überliefern, die ihr Verständnis übersteigt.
- 82.3.1
Und welche Verstand haben warden nicht schlafen, sondern mit ihren Ohren aufhorchen, um diese Weisheit zu lernen, und sie wird sie wird denen, die davon essen, mehr gefallen als treffliche Speisen.
- 82.4.1
Selig sind alle Gerechten, selig sind alle, die auf dem Wege der Gerechtigkeit wandeln und nicht sündigen wie die Sünder in der Zählung aller ihrer Tage, an denen die Sonne am Himmel wandelt, in den Thoren ein- und ausgehend dreissig Tage lang mit den Häuptern über Tausend (Chiliarchen) aus der Ordnung der Sterne samt den vier eingeschalteten, welche zwischen den vier Jahresteilen scheiden, die sie führen und mit denen sie an vier Tagen eintreten.
- 82.5.1
Ihretwegen verfallen die Menschen in Irrtum und rechnen sie nicht in der Rechnung des ganzen Weltlaufs, weil die Menschen nichts von ihnen wissen und sie nicht genau kennen.
- 82.6.1
Denn sie gehören in die Rechnung des Jahres und sind der Wahrheit gemäss (darin) aufgezeichnet für immer, einer im ersten Thore, einer im dritten, einer im vieten und einer im sechsten, und das Jahr wird vollständig in dreihundert und die aufgezeichnete Berechnung
- 82.7.1
Der Bericht darüber ist wahrhafting und die aufgezeichnete Berechnung genau, den die Lichter und die Monate und die Feste, Jahre und Tage hat mir Uriel gezeigt und eingegeben, dem der Herr der ganzen Weltschöpfung für mich Befehl gegeben hatte über das Heer des Himmels.
- 82.8.1
Und er hat die Macht über Nacht und Tag am Himmel, um das Licht über die Menschen scheinen zu lassen: Sonne Mond und Sterne und alle Himmelsmächte, die umlaufen in ihren Kreisen.
- 82.9.1
Und das ist die Ordung der Sterne, die an ihren Orten, zu ihren Zeiten an ihren Festen und Monaten untergehen.
- 82.10.1
Und das sind die Namen ihrer Führer, welche acht gebenm dass sie eintreten zu ihren Fristen, die sie führen an ihren Orten. nach ihren Ordnungen, zu ihren Zeiten, in ihren Monaten, in ihren Herrschaftsgebieten und Stellungen.
- 82.11.1
Ihre vier Führer (Toparchen), die die vier Jahresteile scheiden, treten zuerst auf. und nach ihnen die zwölf Führer der Ordnungen (Taxiarchen), die die Monate scheiden, und für die dreihundertundsechzig sin des die Häupter über Tausend (Chiliarchen), welche die Tage scheiden, und für die vier Schalttage sind dieienigen die Führer, welche die vier Jahresteile scheiden.
- 82.12.1
Und von jenen Häuptern über Tausend wird je eins zwischen Führer und Geführtem hinter der Stelle eingeschoben, und ihre Führer vollziehen die Scheidung.
- 82.13.1
Und das sind die Namen der Führer, welche die vier festgesetzten Jahresteile scheiden: Malkiel, Elimelech, Melejal und Narel.
- 82.14.1
Und die Namen derer, welche sie führen; Adnarel, Ijasuael und Ijelumiel; diese drei folgen den Taxiarchen, und einer folgt den drei Taxiarchen, die jenen Toparchen folgen, welche die vier Jahreszeiten scheiden,
- 82.15.1
Im Anfang des Jahres geht zuerst Malkeil auf und herrscht. der Tama‘ani und Sonne genannt wird, und die ganze Zeit seiner Herrschaft, in der er regiert, sind einunndneunzig Tage.
- 82.16.1
Und das sind die Kennzeichen der Tage, die sich auf Erden zeigen müssen in den Tagen seiner Herrschaft: Schweiss, Hitze und Windstille; alle Bäume treiben Früchte, die Blätter kommen zum Vorschein an allen Bäumen, Weizenernte und Rosenblüte, allerlei Blumen, sprossend auf dem Felde, und die Winterbäume warden dürr.
- 82.17.1
Und das sind die Namen der untergeordneten Führer: Barkiel, Zalbeasael und ein anderer, der hinzugefügt wird, ein Chiliarch, heist Helojaseph: damit sind die Tage der Herrschaft derselben zu Ende.
- 82.18.1
Der andere Führer, der nach ihnen kommt, ist Elimelech, den man leuchtende Sonne nennt; und alle Tage seines Lichtes betragen einundneunzig Tage.
- 82.19.1
Und das sind die Kennzeichen (seiner) Tage auf Erden: Glut und Trockenheit und die Bäume bringen ihre Früchte zur Reife und bieten alle ihre Früchte ausgereift und gezeitig dar; und die Schafe paaren sich und warden trächtig; und man sammelt alle Früchte der Erde und alles, was auf den Feldern ist, und Weinkelterung; das geschieht in den Tagen seiner Herrschaft.
- 82.20.1
Und das sind die Namen und Ordnungen und Führer dieser Chiliarchen: Gedael, Keel und Heel, und der Name des Chiliarchen, der noch zu ihnen hinzu kommt, ist Asfael; damit sind die Tage seiner Herrschaft zu ende.
- 83.1.1
Und nun, mein Sohn Methusala, will ich dir alle meine Gesichte zeigen, die ich gesehen habe, sie vor dir erzählend.
- 83.2.1
Zwei Gesichte habe ich gesechen, ehe ich ein Weib nahm, und das eine davon hat keine Ähnlichkeit mit dem andern. Zuerst, als ich das Schreiben erlernte, und zum andern Mal, bevor ich deine Mutter nahm, hatte ich ein schreckliches Gesicht, und flehte um derselben willen zum Herrn.
- 83.3.1
Ich hatte mich niedergelegt im Hause meines Grossvaters Malaleel, da sah ich im Gesicht den Himmel zusammenstürzen, schwinden und auf die Erde fallen.
- 83.4.1
Und als er auf die Erde fiel, sah ich, wie die Erde in einem tiefen Abgrunde verschlungen wurde, wie die Berge über den Bergen hingen, und Hügel über Hügel versanken, und hohe Bäume von ihren Stämmen abgeknickt, (und) hingeschleudert wurden und in den Abgrund versanken.
- 83.5.1
Und dabei fiel eine Rede in meinen Mund, und ich erhob (meine Stimme), um zu schreien, und sprach: »Die Erde ist untergegangen!«
- 83.6.1
Da weckte mich mein Grossvater, Malaleel, während ich neben ihm lag, und sprach zu mir: »Was schreist du so, mein Sohn, und warum erhebst du solchen Wehruf?«
- 83.7.1
Da erzahlte ich ihm das ganze Gesicht, das ich gesehen hatte, und er sprach zu mir: »Schreckliches hast du gesehen, mein Sohn, und schwer- wiegend ist dein Traumgesicht: (es betrifft) die Geheimnisse aller Sünden der Erde, und sie muss in die Abgründe versinken und untergehen in gewaltigem Untergange.
- 83.8.1
Und nun, mein Sohn, erhebe dich, und flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, den du bist ein Gläubiger, dass ein Rest auf Erden übrig bleibe, und er nicht die ganze Erde vertilge,
- 83.9.1
Mein Sohn, vom Himmel wird das alles über die Erde kommen, und auf Erden wird eine gewaltige vernichtung stattfinden.«
- 83.10.1
Darnach stand ich auf, betete, flehte und bat und schrieb mein Gebet nieder für die Geschlechter der Welt, und ich werde dir alles zeigen, mein Sohn Methusala.
- 83.11.1
Und als ich unten hinaus getreten war und den Himmel sah und die Sonne im Osten hervorgehen und den Mond im Westen untergehen und einige Sterne und die ganze Erde und alles, wie er es im Anfang erkannt hatte (r. erschaffen hatte), da pries ich den Herrn der Gerichts und gab ihm Ehre, dass er die Sonne aus den Fenstern des Ostens hatte hervorgehen lassen, dass sie aufgestigen und aufgegangen war an der Oberfläche des Himmels, ihren Weg nahm und die Bahn, die ihr gezeigt war, weiter ging.
- 84.1.1
Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries den Heiligen und Grossen und redete mit dem Hauche meines Mundes und mit der Fleischeszunge, die Gott den Gleischgeborenen Menschen geschaffen hat, dass sie damit redden, und er gab ihnen den Odem, die Zunge und den Mund, dass sie damit redden.
- 84.2.1
»Gepriesen seist du, o Herr, König, gross und mächtig in deiner Majestät, Herr der ganzen Schöpfung des Himmels, König der Könige und Gott der ganzen Welt! Deine Gotheit, dein Königtum, deine Majestät bleibt fort und fort und in alle Ewigkeit und deine Herrschaft durch alle Geschlechter, alle Himmel sind dein Thron auf ewig, und die ganze Erde der schemel deiner Füsse for und fort und in alle Ewigkeit.
- 84.3.1
Denn du hast (alles) geschaffen und regierst alles, und nichts ist dir zu schwer, auch gar nichts: keinerlei Weisheit entgeht dir, noch wendet sie sich ab von ihrem Lebensgrunde, deinem Throne, und von deinem Angesicht; du weisst und siehst und horst alles, und es giebt nichts, was dir verborgen wäre, den du siehst alles.
- 84.4.1
Und nun sündigen die Engel deiner HImmel, und auf dem Gleisch der Menschen ruht dein Zorn bis auf den grossen Tag des Gerichtes.
- 84.5.1
Und nun, Gott und Herr und grosser König, flehe und bitte ich, mir meine Bitte zu gewähren, dass du mir eine Nachkommenshaft auf Erden übrig lässt, nicht alles Fleisch der Menschen vertilgst, und die Erde nicht entvölkerst, so dass ewig Vernichtung herrsche.
- 84.6.1
Und nun, mein Herr, vertilge von der Erde das Fleisch, das dich erzürnt hat, aber das Fleisch der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit stele hin al seine Samen tragende Pflanze für ewig und verbirg nicht dein Antlitz vor der Bitte deines Knechtes, o Herr.«
- 85.1.1
Und darnach sah ich einen andern Traum, und ich werde dir den ganzen Traum vorführen, mein Sohn.
- 85.2.1
Und Henoch erhob (seine Stimme) und sprach zu seinem Sohne Methusala: »Zu dir will ich sprechen, mein Sohn; höre meine Rede und neige dein Ohr dem Traumgesicht deines Vaters.
- 85.3.1
Ehe ich deine Mutter Edna nahm, schaute ich im Gesicht auf meinem Lager, und siehe es kame in Stier aus der Erde hervor, und jener Stier war weisse; und darnach kame in junges weibliches Rind hervor, und mit ihm kamen zwei Farren, der eine von ihnen war Schwarz und der andere rot.
- 85.4.1
Und jener schwarze Farre sties den roten und verfolgte ihn über die Erde hin; und ich konnte von da an jenen roten Farren nicht mehr sehen.
- 85.5.1
Und Jener schwarze Farre wuchs heran, und es kam zu ihm eine Färse, und ich sah, wie viele Rinder von ihm kamen, ihm gleichend und ihnen nachtolgend.
- 85.6.1
Jene Kuh aber, jene erste, ging weg von dem Angesichte jenes ersten Stieres, um jenen roten Farren zu suchen, doch sie fand ihn nicht; da erhob sie ein grosses Wehgeschrei nach ihm und suchte (weiter).
- 85.7.1
Und ich sah zu, bis jener erste Stier zu ihr kam und sie beruhigte, und von jener Stunde an schrie sie nicht mehr.
- 85.8.1
Und darauf gebar sie einen anderen weissen Stier, und nach ihm gebar sie (noch) viele schwarze Stiere und Kühe.
- 85.9.1
Und ich sah in meinem Schlafe Jenen weissen Stier, wie er ebenfalls wuchs und ein grosser weisser Stier wurde, und wie viele weisse Rinder von ihm ausgingen und ihm glichen.
- 85.10.1
Und sie fingen an, viele weisse ihnen gleichende Rinder zu zeugen, und es folgte eins dem andern.
- 86.1.1
Und weiter schaute ich mit meinen Augen, während ich schlief, und ich sah den Himmel oben, und siehe ein Stern fiel vom Himmel, erhob sich, frass und weidete u nter jenen Rindern.
- 86.2.1
Und danach sah ich grosse und schwarze Stiere, und siehe sie wechselten alle ihre Hürde, ihre Weide und ihre Färsen und fingen an einer nach dem andern hin zu schreien.
- 86.3.1
Undabermals schaute ich im Gesicht und blickte den Himmel an, und siehe ich sah viele Sterne herabfallen und vom Himmel stürzen zu jenem ersten stern, und unter jenen Färsen wurden sie zu Stieren und weideten bei ihnen in ihrer Mitte.
- 86.4.1
Und ich blickte sie an und schaute hin, und siehe, sie alle streckten ihre Schamteile heraus wie Jengste und begannen auf die Kühe der Garren zu steigen, und sie wurden alle trächtig und gebaren Elefanten, Kamels und Esel.
- 86.5.1
Und alle die Stiere fürchteten sich und erschraken vor ihnen; und sie fingen an mit ihren Zähnen zu beissen und zu verschlingen und mit ihren Hörnern zu stossen.
- 86.6.1
Und sie begannen sogar jene Stiere aufzufressen, und siehe siehe alle Kinder der Erde fingen an zu zittern und vor ihnen zu beben und zu fliehen.
- 87.1.1
Und weiter sah ich sie, wie sie anfingen einander zu stossen und einander zu verschlingen, und die Erde began zu schreien.
- 87.2.1
Und ich erhob meine Augen abermals gen Himmel und schaute im Gesicht, und siehe es kam aus dem Himmel hervor wie die Gestalten von weissen Menschen, und vier traten hervor aus jenem Ort und drei mit ihnen.
- 87.3.1
Und jene drei, die zuletzt herausgetreten warenm fasten mich bei der Hand, hoben mich auf fort von den Geschlechtern der Erde, brachten mich hinauf an einen hohen Ort und zeigten mir einen Turm hochrafend über die Erde hin, und alle Hügel waren klein (dagegen)
- 87.4.1
Und sie sprachen zu mir: »Bleibe hier, bis dass du alles siehst, was über diese Elefanten, Kamele und Esel und über die Sterne, über die Stiere, kurz über alle kommen wird.«
- 88.1.1
Und ich sah einen von jenen vier, die zuerst hervorgetreten waren, wie er jenen ersten Stern, der vom Himmel gefallen war, ergriff, ihn an Händen und Füssen band und in die Tiefe legte; und jene Tiefe war eng und tief, schaurig und finster.
- 88.2.1
Und einer von ihnen zog das Schwert und gab es jenen Elefanten, Kamelen und Eseln, und sie fingen an einander zu schlagen, dass die ganze Erde ihretwegen erbebte.
- 88.3.1
Und als ich im Gesicht (weiter) schaute, siehe, da warf einer von jenen vier, die hervorgekommen waren, (sie) vom Himmel herab, und man sammelte und nahm alle die grossen Sterne, deren Scham wie die Scham der Rosse war, und er band sie alle an Händen und Füssen und legte sie in eine Kluft der Erde.
- 89.1.1
Und einer von jenen vier ging zu jenem weissen Stier und belehrte ihn über ein Geheimnis, ohne dass er zitterte; jener war als Stier geboren und wurde (nun) zu einem Menschen, und er zimmerte sich eine grosses Fahrzeug und wohnte darauf, und drei Stiere wohnten mit ihm auf jenem Fahrzeug, und es wurde über ihnen zugedeckt.
- 89.2.1
Und ich erhob abermals meine Augen gen Himmel und sahe ein hohes Dach und sieben Wasserläufe auf ihm, und diese Wasserläufe ergossen sich mit gewaltiger Wassermasse in eine Umfriedigung.
← Previous · Next → — showing 401–500 of 824
First Thousand Years of Greek. CTS URN tlg1463.tlg001.opp-ger1. Via the Perseus Digital Library / Open Greek and Latin TEI corpora. Licence: Available under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License. Source.