Apocalypsis Enochi
- 98.5.1
Und Unfruchtbarkeit ist dem Weibe nicht (von Natur aus) gegeben worden, sondern um des Thuns ihrer Hände willen stirbt sie ohne Kinder.
- 98.6.1
Ich schwöre euch, ihr Sünder, be idem Heiligen und Grossen, dass all euer böses Thun offenbar ist in den Himmeln, und dass e skein Werk der Gewaltthätigkeit bei euch giebt, welches bedeck und verborgen wäre.
- 98.7.1
Und wähnet nicht in eurem Geiste und saget nicht in eurem Herzen, ihr wüsstet nicht und sähet nicht, dass jede Sünde im HImmel vor dem Höchsten täglich aufgeschrieben wird.
- 98.8.1
Von nun an wissr ihr, dass alle eure Gewaltthätigkeit, die ihr begehet, aufgeschrieben wird an jedem Tage bis zum Tage eures Gerichts.
- 98.9.1
Wehe euch, ihr Thoren, den ihr wrdet durch eure Thorheit umkommen; und um die Weisen kümmert ihr euch incht, somit wird Gutes nicht zu euch kommen.
- 98.10.1
Und nun wisest, dass ihr reif seid für den Tag des Verderbens, und hoffet nicht, dass ihr am Leben bleiben werdet, ihr Sünder; ihr werdet vielmehr dahingehen und sterben, weil ihr kein Lösegeld kennt. Denn ihr seid reif für den Tag des grossen Gerichts und für den Tag der Trübsal und grossen Schmach für euren Geist.
- 98.11.1
Wehe euch, ihr Herzverstockten, ihr euch so vortrefflich? Doch von all dem Guten, das der Herr, der Höchste, in Fülle auf Erden gegeben hat: (darum) sollt ihr keinen frieden haben.
- 98.12.1
Wehe euch, die ihr ungerechtes Thun liebt, warum erhoffet ihr Gutes für euch? Wisset, dass ihr in die Hände der Gerechten werdet gegeben warden, und sie warden euch den Hals durchschneiden und warden euch töten ohne Erbarmen.
- 98.13.1
Wehe euch, die ihr euch freut über die Not der Gerechten, den für euch wird kein Grab gegraben warden.
- 98.14.1
Wehe euch, die ihr die Worte der Gerechten für eitel erklärt, ihr wrdet keine Hoffnung auf das Leben haben.
- 98.15.1
Wehe euch, die ihr Lügenworte niederschreibt und Reden der Gottlosen, den die schreiben ihre Lüge nieder, dass man sie höre und das andere vergesse; sie warden keinen Frienden haben, sondern eines plötzlichen Todes sterben.
- 99.1.1
Wehe denen, welche Gottlosigkeiten begehen und Lügenreden loben und verherrlichen; ihr werdet zu Grunde gehen und kein gutes Leben haben.
- 99.2.1
Wehe denen, welche die Worte der Warheit verkehren das ewige Gesetz übertreten, und sich selbst zu dem machen, was sie (vordem) nicht waren, zu Sündern; auf Erden sollen sie niedergetreten warden.
- 99.3.1
In jenen Tagen macht euch bereit, ihr Gerechten, eure Gebete ins Gedächtnis zu bringen, und legt sie als Zeugnis den Engeln vor, dass sie die Sünde der Súnder dem Höchsten zur Erinnerung vorlegen.
- 99.4.1
Und in jenen Tagen warden die Völker in Aufruhr kommnen, und die Geschlechter der Völker warden sich erheben am Tage des Verderbens.
- 99.5.1
Und in jenen Tagen warden die, welche in Not sind, hingehen und ihre Kinder zerreissen und sie von sich werfen; ihre Kinder wrden ihnen entgleiten, und während sie an der Brust liegen, warden sie ihre Kleinen dahinwerfen und wrden nicht zu ihnen zurückkehren und sich nicht ihrer Lieben erbarmen.
- 99.6.1
Abermals schwöre ich euch Sündern, dass die Sünde reif ist für den Tag unaufhörlichen Blutvergiessens.
- 99.7.1
Und sie warden Steine anbeten, und andere warden Bilder von Gold und Silber, Holz und Thon bilden, und andere warden böse Geister und Dämonen und allerlei Idole anbeten [und das] im Unverstand, aber es wird keine Hilfe von ihnen zu Erlangen sein.
- 99.8.1
Und sie warden in Gottlosigkeit versinken wegen der Thorheit ihres Herzens, und ihre Augen warden geblendet sein durch die Furcht ihres Herzens und die Gesaichte ihrer Träume.
- 99.9.1
Durch sie warden sie gottlos und voll Furcht warden, den alle ihre Werke thun sie in Lüge und beten Steine an; so wrden sie in einem Augenblick umkommen.
- 99.10.1
Selig sind in jenen Tagen alle diejenigen, welche die Worte der WEisheit annehmen und verstehen und den Wegen des Höchsten folgen sind mit den Gottlosen, den sie warden gerettet warden.
- 99.11.1
Wehe euch, die ihr die Bosheit bis zu eurem Nächsten ausdehnt, ihr werdet in der Hölle getötet warden.
- 99.12.1
Wehe euch, die ihr ein falsches und betrügerisches Mass führt und auf Erden Erbitterung hervorruft, den dadurch wird es mit ihnen ein Ende nehmen.
- 99.13.1
Wehe euch, die ihr eure Häuser mit der Fronarbeit anderer baut, und deren Baumaterial keinen Frieden haben!
- 99.14.1
Wehe denen, die das Mass und das ewige Erbteil ihrer Väter verwerfen und deren Seels den Götzen folgt; sie warden keine Ruhe hanen.
- 99.15.1
Wehe denen, welche Ungerechtigkeit begehen und die Gewalttätigkeit unterstützen und ihren Nächsten töten bis auf den Tag des grossen Gerichts.
- 99.16.1
Denn er wird eure Herrlichkeit zu Boden stürzen und Kummer in euer Herz bringen, und er wird seinen Zorn erregen, und dessen Hauch wird euch all emit dem Schwert umbringen; und all die Gerechten und Heiligen warden eurer Sünde gedenken.
- 100.1.1
Und in jenen Tagen warden die Väter mit ihren Söhnen an einem Orte erschlagen wrden, und Brüder miteinander im Tode fallen, bis es einem Strome gleich von ihrem Blute strömt,
- 100.2.1
Denn ein Mann wird seine Hand nicht zurückhalten von seinen Söhnen und Enkeln, sie zu töten und der Sünder wird seine Hand nicht zurückhalten von seinem hochgeehrten Bruder; vom Morgengrauen bis die Sonne sinkt warden sie einander morden.
- 100.3.1
Und das Ross wird bis an die Brust im Blute der Sünder waten, und der Wagen bis zu seiner Höhe einsinken.
- 100.4.1
Und in jenen Tagen wrden die Engel herabkommen in die Verstecke und alle, welche die Sünde zu halten.
- 100.5.1
Und zu Wächtern wird er über alle Gerechten und Heiligen heilige Engel setzen, dass sie sie behüten wie einen Augapgfel, bis dass er allem Bösen und aller Sünde ein Ende machen wird; und wenn auch die Gerechten einen langen Schlaf schlafen, so haben sie doch nichts zu fürchten.
- 100.6.1
Und die weisen Menschen warden die Wahrheit sehen, und die Kinder der Erde warden alle Worte dieses Buches verstehen und erkennen, dass ihr Reichtum sie nicht retten kann beim Zusammensturz ihrer Sünde.
- 100.7.1
Wehe euch, ihr Sünder, wenn ihr die Gerechten peiniget am Tage der agren Drangsal und sie mit Feuer verbrennt; es wird euch vergolten warden nach euren Thaten.
- 100.8.1
Wehe euch, ihr Herzverstockten, die ihr wachet, um Böses auszuzinnen: Furcht soll über euch kommen, und keener wird euch helfen.
- 100.9.1
Wehe euch, ihr Sünder, wegen der Rede eures Mundes und der Werke eurer Hände, die Werke eures gottlosen Sinnes sind: ihr wrdet in einem Brande lodernden Feuers brennen.
- 100.10.1
Und nun wisest, dass er bei den Engeln im Himmel nach euren Thaten forschen wird, und bei Sonne, Mond und Sternen nach eurer Sünde, weil ihr auf Erden an den Gerechten Gericht übt.
- 100.11.1
Und er wird gegen euch zu Zeugen zufrufen jede Wolke, Nebel, Tau und Regen, den sie alle wrden vor euch zurückgehalten warden, dass sie nicht auf euch herabkommen können, und sie warden eurer Sünde gedenken.
- 100.12.1
Und nun gebt dem Regen GEschenke, dass er sich nicht weigere, auf euch herabzukommen, und dass der Tau, wenn er von euch Gold und Silber empfangen hat, herniederkomme.
- 100.13.1
Wann Reif und Schnee mit ihrer Kälte und alle Schneestürme mit allen ihren Plagen auf euch fallen warden, in jenen Tagen werdet ihr nicht vor ihnen bestehen können.
- 101.1.1
Betrachtet den Himmel, ihr Kinder des Himmels, und jedes Werk des Höchsten; fürchtet euch vor ihm und thut nichts Böses vor ihm.
- 101.2.1
Wenn er die Fenster des Himmels schliesst und REgen und Tau zurückhält, dass sie euretwegen nicht auf die Erde herabkommen, was wollt ihr da thun?
- 101.3.1
Und wenn er seinen Zorn über euch schickt, um aller eurer Thaten willen, so könnt ihr ihn nicht anflehen, weil ihr hochmütige und freche Reden gegen seine Gerechtigkeit fúhrt; und so werdet ihr keinen Frieden haben.
- 101.4.1
Und sheet ihr nicht die Könige (r. Matrosen) der Schiffe, wie ihre Schiffe von den Wogen hin und hergeworfen und von den Winden geschaukelt warden und in Bedrängnis kommen,
- 101.5.1
und (wie) sie deshalb in Furcht greaten, weil all ihre beste Habe mit ihnen auf die See hinausging, und sie nichts Gutes ahnen in ihrem Herzen, nämlich dass das Meer sie verschlingen, und sie in ihm untergehen möchten?
- 101.6.1
Ist nicht das ganze Meer und alle seine Wasser und all seine Bewegung ein Werk des Höchsten, und hat er nicht all sein Thun versiegelt, und hat er es nicht ganz mit Sand umschlossen?
- 101.7.1
Bei seinem Schelten fürchtet es sich und trocknet aus, und alle seine Fische sterben und alles, was darin ist; ihr Sünder aber, die ihr auf der Erde seid, fürchtet ihn nicht!
- 101.8.1
Hat er nicht Himmel und Erde und alles, was darauf ist, gemacht? Und wer hat Belehrung und Weisheit allem, was sich auf Erden und im Meere regt, gegeben?
- 101.9.1
Fürchten nicht jene Könige (r.Matrosen) der Schiffe das Meer? Die Sünder aber fürchten den Höchsten nicht!
- 102.1.1
Wohin wollt ihr in jenen Tagen, wenn er euch mit schmerzbringendem Feuer überschüttet, fliehen, und wo eure Rettung suchen? Und wenn er sein Wort gegen euch schleudert, werdet ihr nicht erschrecken und in Furcht geraten?
- 102.2.1
Und alle Lichter werden in grosser Furcht beben, und die ganze Erde wird erschrecken, und sich zu verbergen suchen vor der grossen Herrlichkeit, und die Kinder der Erde werden zittern und beben, und ihr Sünder, seid verflucht auf ewig und werdet keinen Frieden haben.
- 102.4.1
Fürchtet euch nicht, ihr Seelen der Gerechten, und hoffet, die ihr in Gerechtigkeit gestorben seid.
- 102.5.1
Und seid nicht traurig, wenn eure Seele mit Kummer in das Totenreich hinabfährt und euer Leib bei euren Lebzeiten nicht gefunden hat, was eure Vortrefflichkeit verdiente, sondern (seid veilmehr traurig) über den Tag, da ihr zu Sündern wurdet, und über den Tag des Fluches und des Strafgerichts.
- 102.6.1
Und wenn ihr sterbt, sprechen die Sünder über euch: »Wie wir sterben, Sterben die Gerechte, und was für einen Nutzen haben sie von ihren Thaten gehabt? 7Siehe, wie wir, so sterben sie in Kummer und Finsternis; und was ist ihr Vorzug vor uns? Von nun an sind wir gleich.
- 102.8.1
Und was werden sie erhalten und was werden sie schauen in Ewigkeit? Denn siehe, auch sie sind tot, und von nun an bis in Ewigkeit werden sie das Licht nicht mehr sehen.«
- 102.9.1
Ich sage euch, ihr Sünder, euch genügt es, zu essen und zu trinken, die Menschen nacktk auszuziehen, zu rauben und zu sündigen, Besitz zu erwerben und gute Tage zu sehen.10 »Habt ihr die Gerechten gesehen, wie ihr Ende war? Irgend welche Gewaltthätigkeit war ja bei ihnen nicht zu finden bis auf den Tag ihres Todes;
- 102.11.1
und (doch) sind sie untergegangen und sind geworden, als wären sie nie gewesen, und ihre Seelen sind in Trübsal in das Totenreich hinabgefahren.«
- 103.1.1
Und nun schwöre ich euch, den Gerechten, bei der Herrlichkeit dessen, der gross und ruhmreich und mächtig an Herrschaft ist, und bei seiner Majestät shcwöre ich euch:
- 103.2.1
Ich kenne das Geheimnis und habe es auf den himmlischen Tafeln gelesen und habe das Buch der Heiligen gesehen und darin geschrieben und eingezeichnet gefunden über sie,
- 103.3.1
dass alles Gute und Ehre und Freude bereitet und aufgeschrieben ist für die Geister derer, die in Gerechtigkeit gestorben sind, und dass euch viel Gutes gegeben wrden wird als Vergeltung für eure Mühe, und dass eure Los besser ist, als das Los der Lebendigen.
- 103.4.1
Und die Geister von euch, die ihr in Gerechtigkeit gestorben seid, werden leben, und sie werden sich freuen und frohlicken; und ihre Geister wrden nicht untergehen, noch ihr Gedächtnis vor dem Angesicht des Grossen bis auf alle Geschlechter der Weilt; und jetzt fürchtet euch nicht vor ihrer Schmähug.
- 103.5.1
Wehe euch, ihr Sünder, nach dem Tode, wenn ihr in dem Reichtum eurer Sünde sterbt, und euresgleichen von euch sagen: »Selig sind die Sünder, alle ihre Tage haben sie gesehen;
- 103.6.1
und jetzt sind sie gestorben in Glück und Reichtum, Trübsal und Todesnot haben sie nicht gesehen in ihrem Leben. In Herrlichkeit sind sie gestorben, und ein Gericht wurde an ihnen zu ihren Lebzeiten nicht vollzogen.«
- 103.7.1
Ihr sollt wissen, dass man ihre Seelen in das Totenreich wird hinabfahren lassen, und dass es ihnen schlecht geben und ihre Trübsal gross sein wird.
- 103.8.1
In Finsternis, Fesselung und lodernde Flammen, da, wo das grosse Gericht stattfindet, wird euer Geist geraten, und das Gericht wird dauern für alle Geschlechter der Welt; wehe euch, ihr werdet keinen Frienden haben!
- 103.9.1
Sagt nicht im Sinne der Gerechten und Guten, die (einst) am leben waren: »In den Tagen unserer Not haben wir uns mit mühseliger Arbeit abgquält und haben alle Not zu sehen bekommen und haben viel Böses ertragen müssen. Wir sind aufgerieben worden, unsere Zahl ist zusammengeschmolzen und unser Geist ist Klein(mütig) geworden.
- 103.10.1
Wir sind umgekommen und haben niemand gefunden, der uns auch nur mit einem Wort geholfen hätte; wir sind geplagt worden und zu Grunde gegangen und haben nicht gehofft, das Leben zu sehen von einem Tage zum andern.
- 103.11.1
Wir hofften das Haupt zuk sein und sind der Schwanz ge- Worden; wir mühten uns ab mit Arbeiten und genossen nicht den Ertrag unserer Mühe; wir wurden zum Frass für die Sünder, und die Ungerechten liessen ihr Joch schwer auf uns lasten.
- 103.12.1
Es wurden zu Herrschern über uns diejenigen, welche von Hass gegen uns erfüllt waren und uns schlugen; und denen, die uns hassten, beugten wir unsern Nacken, und sie hatten kein Erbarmen mit uns.
- 103.13.1
Und wir suchten ihnen zu entgehen, um zu entgehen, um zu flüchten und Ruhe zu haben, aber wir fanden keinen Ort, wohin wir unsere Zuflucht nehmen und uns vor ihnen retten konnten.
- 103.14.1
Und wir klagten über sie bei den Herrschern in unserer Not und schieen über die, die uns verszehrten, aber sie achteten nicht auf unser Geschrei und wollten unsere Stimme nicht hören.
- 103.15.1
Sie halfen vielmehr denen, die uns beraubten und aufzehrten und unsere Zahl verringerten, und sie verheimlichten ihre Bedrückung und nahmen nicht von uns das Joch derer, die uns aufzehrten, auseinandersprengteh und mordeten; und sie verheimlichten unserer Ermordung und dachten nicht daran, dass sie (die Bedrücker) die Hände gegen uns erhoben hatten.«
- 104.1.1
Ich schwöre euch, dass im Himmel die Engel eurer gedenken wrden zum Guten vor der Herrlichkeit des Grossen; eure Namen werden aufgeschrieben werden vor der Herrlichkeit des Grossen.
- 104.2.1
Hoffet! denn zuerst hattet ihr Schmach zu erdulden in Unglück und Not, jetzt aber werdet ihr leuchten wie die Lichter des Himmels, ihr werdet leuchten und gesehen werden, und die Pforte des Himmels wird euch aufgethan werden.
- 104.3.1
Und refet mit eurem Geschrei das Gericht herbei, so wird es euch erscheinen; denn für alle eure Drangsale wird er von den Fürsten Rechensechaft forden und von all den Helfern derer, die euch beraubten.
- 104.4.1
Hoffet und lasset nicht von eurer Hoffnung, denn euch wird grosse Freude zu teil werden, wir (die) der Engel im Himmel.
- 104.5.1
Was werdet ihr dann thun müssen? Ihr werdet euch nicht zu verbergen brauchen am Tage des grossen gerichts, und werdet nicht als Sünder erfundenwerden; und das ewige Gericht wird euch fern bleiben für alle Geschlechter der Welt.
- 104.6.1
Und nun fürchtet euch nicht, ihr Gerechten, wenn ihr die Sünder erstarken und vorwärts kommen seht auf ihren Wegen; und habt keine Gemeinschaft mit ihnen, sondern haltet euch fern von ihrer Gewaltthätigkeit, denn Genossen der Guten(r.Engel) des Himmels sollt ihr werden.
- 104.7.1
Denn ihr Sünder sprechet zwar: »Ihr sollt es nicht erforschen, und alle unsere Sünden werden nicht aufgeschrieben!« — sie schreiben doch alle eure Sünden auf, jeden Tag.
- 104.8.1
Und nun werde ich euch zeigen, dass Licht und Finsternis, Tag und Nacht alle eure Sünden sehen.
- 104.9.1
Seid nicht gottlos in eurem Herzen und lüget nicht, verkehret nicht das Wort der Wahrheit und zeihet das Wort des Heiligen und Grossen nicht der Lüge. und achtet nicht eure Götzen, denn alle eure Lüge und Gottlosigkeit dient nicht zur Gerechtigkeit, sondern zu grosser Sünde.
- 104.10.1
Und nun weiss ich dieses Geheimnis, dass die Sünder das Wort der Wahrheit vielfach ändern und verdrehen werden, und dass sie schlimme Reden führen, führen, lügen und grosse Betrügereien erfinden werden und dass sie Bücher über ihre Reden schreiben werden.
- 104.11.1
Wenn sie aber alle Reden richtig niederschreiben in ihren Sprachen und nichts ändern und Kürzen an meinen Reden, sondernl alles richtig niederschreiben, alles, was ich zuvor über sie bezeugt habe:
- 104.12.1
so weiss ich ein anderes Geheimnis, dass nämlich den Gerechten und Weisen die Bücher werden gegeben werden zur Freude, zur Rechtschaffenheit und zu viefältiger Weisheit.
- 104.13.1
Und ihnen werden die Bücher gegeben werden, und sie werden daran glauben und sich darüber freuen, und alle Gerechten, die aus ihnen alle Pfade der Rechtschaffendeit kennen lernten, werden ihren Lohn empfangen.
- 105.1.1
Und in Jenen Tagen, Spricht der Herr, sollen sie die Söhne der Erde rufen und Zeugnis ablegen von der Weisheit derselben; zeiget (sie) ihnen, denn ihr seid ihre Führer, und die Belohnungen,(die) über die ganze Erde (kommen sollen).
- 105.2.1
Denn ich und mein Sohn werden uns mit ihnen auf ewif auf den Pfaden der Rechtschaffenheif währen ihres Lebens vereinigen, und Friede wird euch werden. Freuet euch, ihr Kinder der Rechtschaffenheit. Amen.«
- 106.1.1
Und nach einiger Zeit nahm mein Sohn Methusala seinem Sohne Lamech ein Weib, und sie ward von ihm schwanger und gebar einen Sohn.
- 106.2.1
Und sein Leib war weiss wie Schnee und rot wie Rosenblüte, und das Haar seines Hauptes und sein Scheitel weiss wie Wolle, und seine Augen schön; und wenn er seine Augen aufschlug, erhellten sie das ganze Haus wie die Sonne, so dass das ganze Haus sehr hell war.
- 106.3.1
Und darnach richtete er sich unter den Häden der Wehemutter auf, öffnete seinen Mund und redete mit dem Herru der Gerechtigkeit.
- 106.4.1
Und sein Vater Lamech fürchtete sich vor ihm, floh und kam zu seinem Vater Methusala
- 106.5.1
und sprach zu ihm: »Ich habe einen sonderbaren Sohn gezeugt, er ist nicht wie ein Mensch, sondern gleicht den Kindern der Engel des Himmels, und seine Natur ist eine andere, und er ist nicht wie wir; seine Augen sind wie die Strahlen der Sonne, sein Antlitz leuchtend.
- 106.6.1
Und es scheint mir, als ob er nicht von mir, sondern von Engeln stamme, und ich fürchte, es möchte in seinen Tagen ein Wunder auf Erden geschehen.
- 106.7.1
Und nun, mein Vater, bin ich hier, dich flehentlich zu bitten, du möchtest zu unserem Vater Henoch gehen, um von ihm die Wahrheit zu erfahren, denn er hat seinen Wohnsitz bei den Engeln.«
- 106.8.1
Und als Methusala die Rede seines Sohnes gehört hatte, kam er zu mir an die Enden der Erde, denn er hatte vernommen, dass ich daselbst wäre; und er schrie, und ich hörte seine Stimme, kam zu ihm und sprach zu ihm: »Sieh, da bin ich, mein Sohn, denn du bist zu mir gekommen.« (r. warum bist du zu mir gekommen?)
- 106.9.1
Und er antwortete mir und sprach: »Um einer grossen Sorge willen bin ich zu dir gekommen, und wegen einer beunruhigenden Erscheinung habe ich mich (dir) genähert.
- 106.10.1
Und nun hore mich, mein Vater: Meinem Sohne Lamech ist ein Sohn geboren worden, dessen Gleichen es nicht giebt und dessen Natur nicht wie die Natur eines Menschen ist. Seine Farbe ist weisser als Schnee und röter als Rosenblüte, das Haar seines Hauptes ist weisser als weisse Wolle, und seine Augen wie Strahlen der Sonne; und als er seine Augen aufschlug, erhellten sie das ganze Haus.
- 106.11.1
Und er richtete sich unter den Händen der Wehemutter auf, öffnete seinen Mund und pries den Herrn des Himmels.
- 106.12.1
Da fürchtete sich sein Vater Lamech und floh zu mir, und er glaubt nicht, dass er von ihm stamme, sondern das Ebenbild der Engel im Himmel sei; und siehe, ich bin zu dir gekommen, dass du mir die Wahrheit kund thust.«
- 106.13.1
Und ich, Henoch, antwortete und sprach zu ihm: »Der Herr will Neues auf Erden schaffen; und das habe ich bereits im Gesicht gesehen und dir kundgethan, dass im Zeitalter meines Vaters Jared (einige) aus der Höhe des Himmels das Wort des Herrn übertraten.
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