Apocalypsis Enochi
- 62.7.1
Denn von Aufang an ist der Menschensohn verborgen gewesen, und der Höchste hat ihn bewahrt angesichts seiner Macht und den Auserwählten offenbart.
- 62.8.1
Und die Gemeinde der Auserwahlten und Heiligen wird gesat werden, und alle Auserwählten werden an jenem Tage vor ihm stehen.
- 62.9.1
Und alle Könige und Mäch- tigen und Hohen und die, welche die Erde beherrschen, werden vor ihm niederfallen auf ihr Antlitz, sich beugen und auf jenen Menschensohn ihre Hoffnung setzen, und sie werden ihn anflehen und Bamherzigkeit von ihm erbitten.
- 62.10.1
Aber jener Herr der Geister wird sie drängen, dass sie eilig fortgehen von seinem Angesicht, und ihr Antlitz wird voll Scham werden, und Finsternis wird auf ihr Antlitz gehauft werden.
- 62.11.1
Und er wird sie den Engeln zum Strafvollzug überliefern, damit sie Vergeltung an ihnen üben dafur, dass sie seine Kinder und Auserwahlten bedrückt haben.
- 62.12.1
Und sie werden ein Schauspiel fur die Gerechten und seine Auserwählten sein; sie werden sich über sie freuen, weil der Zorn des Herrn der Geister auf ihnen ruht, und sein Schwert von ihnen trunken wird.
- 62.13.1
Und die Gerechten und Auserwahlten werden an jenem Tage gerettet werden und werden von nun an das Antlitz der Sunder und Ungerechten nicht mehr sehen.
- 62.14.1
Und der Herr der Geister wird iiber ihnen wohnen, und mit jenem Menschensohne werden sie essen und sich niederlegen und aufstehen in alle Ewigkeit.
- 62.15.1
Und die Gerechten und Auserwahlten werden sich erhoben haben von der Erde und werden aufhören das Antlitz zu Boden zu schlagen und werden mit dem Kleide der Herrlichkeit angethan sein.
- 62.16.1
Und das soll euer Kleid sein, das Kleid des Lebens von dem Herrn der Geister; und eure Kleider werden nicht alt werden, und eure Herrlichheit wird nicht vergehen vor dem Herrn der Geister.
- 63.1.1
In jenen Tagen werden die Mächtigen und die Konige, die die Erde besitzen, seine Strafengel, denen sie überliefert sind, anflehen, dass sie ihnen etwas Ruhe lassen möchten, damit sie niederfallen und sich beugen vor dem Herrn der Geister und ihre Sünden vor ihm bekennen.
- 63.2.1
Und sie werden preisen und rühmen den Herrn der Geister und sprechen: »Gepriesen sei der Herr der Geister und der Herr der Könige, der Herr der Mächtigen und der Herr der Reichen, der Herr der Herrlichkeit und der Herr der Weisheit, und es wird Licht in alles Verborgene kommen.
- 63.3.1
Deine Macht währt von Geschlecht zu Geschlecht, und deine Herrlichkeit in alle Ewigkeit, tief und ohne Zahl sind deine Geheimnisse, und deine Gerechtigkeit ergrundet keine Rechnung.
- 63.4.1
Jetzt haben wir eingesehen, dass wir riihmen und preisen sollen den Herrn der Könige, und den König über alle Könige.«
- 63.5.1
Und sie werden sagen: »O dass uns jemand Ruhe gäbe! dass wir rühmen, danken und bekennen könnten vor deiner Herrlichkeit.
- 63.6.1
Jetzt begehren wir ein wenig Ruhe, aber erlangen sie nicht; wir werden weggetrieben und erhalten sie nicht; das Licht ist vor uns verschwunden, und Finsternis ist unser Wohnsitz in alle Ewigkeit.
- 63.7.1
Denn wir haben vor ihm kein Bekenntnis abgelegt und den Namen des Herrn der Geister nicht gerühmt, und ihn nicht als unsern Herrn geriihmt, sondern unsere Hoffnung gründete sich auf das Scepter unseres Reiches und auf unsere Herrlichkeit.
- 63.8.1
An dem Tage unserer Not und unserer Trübsal wird er uns nicht erretten, und wir werden keine Ruhe finden, um zu bekennen, dass unser Herr wahrhaftig ist in all seinem Thun, seinem Gericht und seiner Gererechtigkeit, und dass seine Gerichte die Person nicht an sehen.
- 63.9.1
Und wir werden vergehen vor seinem Angesicht um unserer Werke willen, und alle unsere Sünden sind richtig gezahlt.«
- 63.10.1
Jetzt werden sie zu ihuen sagen: »Unsere Seele ist gesattigt mit ungerechtem Gut, aber sie wird nicht verhindern, dass wir mitten heraus hinabfahren in die Höllenpein.«
- 63.11.1
Und danach wird ihr Antlitz voll Finsternis und Scham werden vor jenem Menschensohne, und sie werden vor seinem Angesicht verstossen werden, und das Schwert wird unter ihnen vor seinem Angesicht hausen.
- 63.12.1
Und also sprach der Herr der Geister: »Das ist die Verordnung und das Gericht über die Machtigen und die Könige und die Hohen und die, welche die Erde besitzen, vor dem Herrn der Geister.«
- 64.1.1
Und ich sah (noch) andere Gestalten an jenem Orte im Verborgenen.
- 64.2.1
lch hörte die Stimme des Engels, wie er sprach: »Das sind die Engel, die auf die Erde herabgekommen sind und den Menschenkindern offenbart haben, was im Verborgenen war, und die Menschen- kinder verführt haben, Sünde zu thun.«
- 65.1.1
In jenen Tagen sah Noah, wie die Erde sich neigte und wie ihr Untergang nahe war.
- 65.2.1
Da brach er auf von da und ging bis an die Enden der Erde und schrie zu seinem Grossvater Henoch, und Noah rief mit betrübter Stimme dreimal: »Höre mich, höre mich, hore mich!«
- 65.3.1
Und ich sprach zu ihm: »Sage mir, was ist das, was auf der Erde vorgeht, dass die Erde so elend ist und bebt? Dass ich nur nicht etwa mit ihr zu Grunde gehe!«
- 65.4.1
Und alsbald fand eine gewaltige Erschütterung auf Erden statt, und eine Stimme vom Himmel liess sich vernehmen, und ich fiel auf mein Angesicht.
- 65.5.1
Da kam Henoch, mein Grossvater, trat zu mir und sprach: »Warum hast du nach mir mit so betrübter und thränenvoller Stimme geschrieen?
- 65.6.1
Ein Befehl ist vom Angesicht des Herrn über die, welche auf Erden wohnen, ausgegangen, dass dies ihr Ende sein soll, denn sie kennen alle Geheimnisse der Engel und alle Gewaltthätigkeit der Satane und alle verborgenen Kräfte und alle Kraft derer, die Zauberei treiben, und die Kraft der Besprechungen und die Kraft derer, die die Gnssbilder der ganzen Erde giessen;
- 65.7.1
und wie das Silber erzeugt wird aus dem Staube der Erde, und wie das Gussmetall auf der Erde entsteht.
- 65.8.1
Denn Blei und Zinn wird nicht aus der Erde erzeugt, wie ersteres; eine Quelle ist es, die sie hervorbringt, und ein Engel steht darin, und jener Engel ist behend«.
- 65.9.1
Und darnach fasste mich mein Grossvater Henoch bei meiner Hand, hob mich auf und sprach zu mir: »Geh, denn ich habe den Herrn der Geister nach dieser Erschütterung auf Erden gefragt.«
- 65.10.1
Und er sprach (weiter) zu mir: »Wegen ihrer Ungerechtigkeit wird das Gericht iiber sie endgiltig vollzogen, aber vor mir wird keine Berechnung angestellt werden nach den Monaten, da, wie sie erforscht und erfahren haben, die Erde und ihre Bewohner untergehen sollen.
- 65.11.1
Und diese <sind es, die> keine Umkehr kennen bis in Ewigkeit, weil sie (die Engel) ihnen das Yerborgene gezeigt haben, und sie sind die Verdammten. Aber was dich betrifft, mein Sohn, so weiss der Herr der Geister, dass du rein und frei bist von diesem Vorwurf wegen der Geheimnisse.
- 65.12.1
Und er hat deinen Namen fest gegründet unter den Heiligen und wird dich bewahren unter alien, die auf Erden wohnen; und er hat deinen Samen in Gerechtigkeit zu Königen und zu grossen Ehren bestimmt, und aus deinem Samen wird eine Quelle von Gerechten und Heiligen ohne Zahl in Ewigkeit hervorbrechen.«
- 66.1.1
Und darnach zeigte er mir die Strafengel, die bereit sind, zu kommen und alle Kräfte des Wassers, das unter der Erde ist, loszulassen, dass es zum Gericht und zum Verderben werde fur alle, die auf dem Festland Sitz und Wohnung haben.
- 66.2.1
Und der Herr der Geister gab den Engeln, die ausgingen, Befehl, dass sie nicht die Hände erheben, sondern acht geben sollten, denn jene Engel waren über die Krafte des Wassers (gesetzt).
- 66.3.1
Und ich ging hinweg aus dem Angesicht Henochs.
- 67.1.1
Und in jenen Tagen erging das Wort Gottes an mich, und er sprach zu mir: »Noah, dein Los ist heraufgekommen vor mich, ein Los ohne Tadel, ein Los der Liebe und Rechtschaffenheit. 2 Und jetzt bearbeiten die Engel Hölzer, und wenn sie jenen Auftrag ausgeführt haben werden, so werde ich meine Hand darauf legen, und es bewahren; und der Same des Lebens soll daraus hervorgehen und soil in den neuen Zustand eintreten, damit die Erde nicht leer bleibe. 3 Und ich werde deinen Samen vor mir fest gründen in Ewigkeit und werde die, welche bei dir wohnen, aufs Geratewohl über die Oberfläche der Erde hin ausbreiten, und er wird gesegnet sein und sich mehren angesichts der Erde im Namen des Herrn.«
- 67.4.1
Und er wird jene Engel, die die Ungerechtigkeit gezeigt haben, in jenes brennende Thai einschliessen, welches mir zuvor mein Grossvater Henoch gezeigt hatte, im Westen bei den Bergen des Goldes und Silbers, des Eisens und des Gussmetalls und des Zinns.
- 67.5.1
Und ich sah jenes Thai, in dem eine gewaltige Bewegung war, und ein Hin- und Herwogen der Wasser.
- 67.6.1
Und als dieses alles geschah, entstand aus jenem feurigen Metallguss und der Bewegung, die sie (die Wasser) hin und her schaukelte, an jenem Orte ein Schwefelgeruch, und er verband sich mit jenen Wassern; und jenes Thai der Engel, die die Menschen verführt haben, brennt immerzu unter der Erde dort.
- 67.7.1
Und durch die Thaler derselben (Erde) kommen Feuerströme, da wo jene Engel gestraft werden, welche die Bewohner der Erde verfuhrt haben.
- 67.8.1
Und jene Wasser werden in jenen Tagen den Königen und Mächtigen und Hohen und denen, die auf Erden wohnen, zur Heilung des Leibes, aber zur Marter des Geistes dienen; ihr Geist ist ja voll Wollust, so dass ihr Leib gestraft wird, weil sie den Namen des Herrn der Geister verleugnet haben. Sie sehen ihre tägliche Strafe, und glauben doch nicht an seinen Namen.
- 67.9.1
Und je ärger ihr Leib brennt, um so mehr werden sie eine Veränderung am Geiste spüren auf immer und ewig, denn niemand darf vor dem Herrn der Geister unnütze Reden führen.
- 67.10.1
Denn das Gericht kommt über sie, weil sie an die Wollust ihres Fleisches glauben und den Geist des Herrn verleugnen.
- 67.11.1
Und jene Wasser selbst werden in jenen Tagen eine Veränderung erleiclen: denn wenn jene Engel in jenen Wassern gestraft werden, so ändern sich jene Wasserquellen in betreff ihrer Hitze, und wenn die Engel aufsteigen, so wird jenes Wasser der Quellen sich ändern und kalt werden.
- 67.12.1
Und ich horte Michael anheben und sprechen: »Dieses Gericht, mit dem die Engel gerichtet werden, ist ein Zeugnis für die Könige und Mächtigen, welche die Erde besitzen.
- 67.13.1
Denn diese Wasser des Gerichts dienen zur Heilung des Leibes der Fürsten und zur Wollust ihres Fleisches; aber sie sehen nicht und glauben nicht,dass jene Wasser sich andern und ein ewig brennendes Feuer werden werden«.
- 68.1.1
Und danach gab mir mein Grossvater Henoch in einem Buche die Zeichen aller Geheimnisse und die Mahnreden, die ihm gegeben worden waren, und stellte sie fur mich in den Worten des Buches der Mahnreden zusammen.
- 68.2.1
Und an jenem Tage antwortete Michael dem Rafael, indem er sprach: »Die Kraft des Geistes reisst mich hin und bringt mich in Erregung über die Schwere des Gerichtes der Geheimnisse, des Gerichtes * * *, wer kann die Härte des vollzogenen Gerichts ertragen, vor dem sie dahinschmelzen?«
- 68.3.1
Und abermals antwortete Michael und sprach zu Rafael: »Wer ist es, dessen Herz sich dabei nicht schuldig fühlte, und dessen Nieren nicht erschüttert würden von diesem Worte des Gerichts, (das) iiber sie ausgegangen ist von denen, die sie so herausgeführt haben?«
- 68.4.1
Und es geschah, als er vor dem Herrn der Geister
- 68.15.1
stand, sprach Michael also zu Rafael: »Ich werde nicht für sie sein unter den Augen des Herrn, denn der Herr ist erzürnt auf sie, weil sie thun, als wären sie der Herr.
- 68.5.1
Darum wird über sie alles Verborgene kommen für alle Ewigkeit, denn weder Engel noch Mensch wird seinen Anteil erhalten, sondern sie allein werden ihr Gericht für alle Ewigkeit
- 68.20.1
empfangen haben.«
- 69.1.1
Und nach diesem Gericht werden sie ihnen Schrecken und Angst einjagen, weil sie dies denen, die auf Erden wohnen, gezeigt haben.
- 69.2.1
Und siehe da die Namen jener Engel, [und das sind ihre Namen: der erste von ihnen Semjaza, der zweite Arestiqifa, der dritte Armen, der vierte Kokabiel, der fünfte Turiel, der sechste Ramiel, der siebente Daniel, der achte Neqeel, der neunte Baraqiel. der zehnte Azazel, der elfte Armaros, der zwölfte Batariel, der dreizehnte Basasael, der vierzehnte Ananiel, der fünfzehnte Turiel, der sechzehnte Sampsiel, der siebzehnte Jetariel, der achtzehnte Tumael, der neunzehnte Turiel, der zwanzigste Rumael, der einundzwanzigste Azazeel.
- 69.3.1
Und das sind die Obersten ihrer Anführer und die Namen ihrer Hauptleute über hundert, über füinfzig und über zehn.] 4. Der Name des ersten ist Jeqon, das ist der, welcher alle die Kinder der Engel verführt hat: er brachte sie herab auf die Erde und verführte sie durch die Töchter der Menschen.
- 69.5.1
Und der zweite heisst Asbiel; der gab den Kindern der Engel bösen Rat ein und verfiihrte sie, ihre Leiber mit den Tochtern der Menschen zu verderben.
- 69.6.1
Und der dritte heisst Gadriel, das ist der, der den Mensclienkindern alle tödtlichen Schlage zeigte. Er hat auch die Eva verführt und hat die Mordwerkzeuge den Menschenkindern gezeigt: Schild, Panzer und Schwert zum Kampfe, und alle Mordwerkzeuge für die Menschenkinder.
- 69.7.1
Und aus seiner Hand sind sie ausgegangen zu alien, die auf Erden wohnen. von jener Stunde an bis in alle Ewigkeit.
- 69.8.1
Und der vierte heisst Penemuê; der hat den Menschenkindern das Bittere und Süsse gezeigt, und hat ihnen alle Geheimnisse ihrer Weisheit kundgethan.
- 69.9.1
Er hat die Menschen das Schreiben mit Tinte und Papier gelehrt, und dadurch versündigen sich viele von Ewigkeit zu Ewigkeit und bis auf den heutigen Tag.
- 69.10.1
Denn die Menschen sind nicht zu derartigem geschaffen: mit Feder und Tinte ihre Treue zu bekräftigen.
- 69.11.1
Denn die Menschen sind (zu) nichts anderem als die Engel geschaffen, (nämlich) gerecht und rein zu bleiben, und der Tod, der alles vernichtet, hätte sie nicht angerührt; vielmehr durch diese ihre Erkenntnis gehen sie zu Grunde, und durch diese Kraft verzehrt er mich. (?)
- 69.12.1
Und der fünfte heisst Kasdeja, das ist der, der den Men schenkindern alle bosen Schläge der Geister und Damonen gezeigt hat: [und] den Schlag des Embryo im Mutterleib, dass er abgehe, und den Schlag der Seele, den Biss der Schlange und den Schlag, der durch die Mittags(hitze) entsteht, den Sohn der Schlange, Tabat mit Namen.
- 69.13.1
Und das ist die Zahl (?) des Kasbiel, der Hauptschwur, den er den Heiligen zeigte, als er droben in der Herrlichkeit wohnte, und sein Name ist Beqa.
- 69.14.1
Dieser sagte zu Michael, dass er ihm den verborgenen Namen zeigen möchte, damit sie ihn beim Schwure aussprechen könnten, so dass vor diesem Namen und Schwur diejenigen erzitterten, die den Menschenkindern alles Verborgene gezeigt hatten.
- 69.15.1
Und das ist die Kraft dieses Schwures, denn er ist kräftig und stark; und er hat diesen Schwur Akae in die hand Michaels niedergelegt.
- 69.16.1
Und das sind die Geheimnisse dieses Schwures: * * * und ist fest gegründet durch seinen Schwur, der Himmel ist aufgehängt worden, ehe die Welt geschaffen wurde und bis in Ewigkeit durch ihn;
- 69.17.1
und die Erde ist über dem wasser gegründet worden, und asus dem Verborgenen der Berge kommen köstliche Wasser hervor von der Schöpfung der Welt bis in Ewigkeit.
- 69.18.1
Durch jenen Schwur ist das Meer geschaffen, und als seinen Grund hat er ihm für die Zeit der Wut den Sand Gelegt; und es farf nicht darüberhinaus schreiten von Schöpfung der Welt bis in Ewigkeit.
- 69.19.1
Und durch den Schwur sind die Abgründe gefestigt, sie stehen und rühren sich nicht von iherer Stelle von Ewigkeit zu Ewigkeit.
- 69.20.1
Durch den Schwur vollenden Sonne und Mond ihren Lauf aund weichen nicht ab von ihrer Vorschrift von Ewigkeit zu Ewigkeit.
- 69.21.1
Und durch jenen Schwur vollenden die Sterne ihren Lauf; er ruft ihre Namen und sie antworten ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit.
- 69.22.1
Und ebenso (vollenden) die Geister des wassers, der Lüfte und aller Winde [und] ihre Wege aus allen Richtungen der Wind(rose) her. [23 Und daselbt werden die Stimme des Donners und das Leuchten des Blitzes aufbewahrt, und daselbst werden die Vorräte des Hagels und die Vorräte des Reifs, die Vorräte des Nebels, die Vorräte des Regens und Taus aufbewahrt.
- 69.24.1
Sie alle bekennen und danken vor dem Herrn der geister und rühmen nit aller ihrer Kraft; und ihre Speise besteht aus lauter Danken, und sie danken, rühmen und ereben im Namen des Herrn der Geister in alle Ewigkeit.]
- 69.25.1
Und dieser Schwur ist mächtig über sie, und sie werden durch ihn bewahrt, und ihre Pfade werden bewahrt, und ihre Bahn wird nicht gestört.
- 69.26.1
Und es herrschte unter ihnen eine grosse Freude, udn sie priesen, rühmten und erhoben darum, dass ihnen der Name jenes Menschensohnes offenbart worden war.
- 69.27.1
Und er setzte sich auf den Thron seiner Herrlichkeit und die Summe des Gerichts ward ihm, dem Menschensohne, übergeben, und er lässt verschwinden und vertilgt die Sünde vom Antlitz der Erde, und die, welche die Welt verführt hanben.
- 69.28.1
Mit Ketten werden sie gebunden und an ihrem dem Verderben geweihten Versammlungsorte eingeschlossen werden, und all ihr Werk wird verschwinden vom Antlitz der Erde.
- 69.29.1
Und won nun an wird es nichts Verderbtes mehr geben; denn jener Mannessohn ist erschienen und hat sich auf den Thron seiner herrilichkeit gesetzt, und alles Böse wird vor seinem Angesicht verschwinden und dahingehen, aber das Wort jenes Mannessohnes wird fest stehen vor dem Herrn der geister. Das ist die dritte Manhrede henochs.
- 70.1.1
Und danach geschah es, (dass) sien Name bei seinen Lebzeiten zu jenem Menschensohne und zu dem Herrn der Geister erhöht wurde, hinweg von denen, die auf Erden leben.
- 70.2.1
Und er wurde auf Wagen des Geistes erhoben, und (sogar) der Name ging unter ihnen verloren,
- 70.3.1
und von jenen Tage an wurde ich nicht mehr zu ihnen gezählt, und er setzte mich zwischen zwei Himmelsgegenden, zwischen Norden und Westen, wo die Engel die Schnüre nahmen, um für mich den Ort der Auserwählten und Gerechten zu messen,
- 70.4.1
Und daselbst sah ich die Erzväter und die Gerechten, die von uralter Zeit an jenem Orts wohnen.
- 71.1.1
Und darnach geschah es, dass mein Geist entrückt wurde und aufstieg in die Himmel; da sah ich die Söhne der heiligen Engel auf Feuerflammen treten, und ihre Kleider weiss und ihr gewand, und ihr Antlitz licht wie Schnee;
- 71.2.1
und ich sah zwei Feuerströme, und das Licht jenes Feuers strahlte wie Hyachinth. Da fiel ich auf mein Angesicht vor dem Herrn der Geister.
- 71.3.1
Und der Engel Michael, einer von den Erzengeln, fasste mich bei meiner rechten Hand, erhob mich und führte mich hinaus zu all den Geheimnissen, und er zeigte mir alle Ge- heimnisse der Barmherzigkeit und zeigte mir alle Geheimnisse der Gerechtigkeit,
- 71.4.1
und zeigte mire alle Geheimnisse der Enden des Himmels und alle Kammern der Sterne und lichter, aus denen sie hervorgehen vor das Antlitz der Heiligen.
- 71.5.1
Und er entrückte meinen Geist, und ich, Henoch, war in dem Himmel der Himmel, und sah dort inmitten jenes lichtes etwas, das aus Hangelsteinen erbaut schien, und zwischen jenen Steinen züngelnde Flammen lebendigen Feuers.
- 71.6.1
Und mein Geist sah einen feurigen Kreis, der jenes Haus umgab, aus sienen vier Seiten (kamen) Ströme lebendigen Feuers, und sie umringten jenes Haus.
- 71.7.1
Und um dasselbe herum Seraphim, Cherubim und Ophanim; das sind die, welche nicht schlafen und den Thron seiner Herrlichkeit bewachen.
- 71.8.1
Und ich sah unzählige Engel, tausend mal tausend und zehntausend mal zehntausend, jenes Haus umgeben, und Michael, Rafael, Gabriel und Fanuel und die heiligen Engel, die oben im Himmel sind, in jenem Hause ein- und ausgehen.
- 71.9.1
Und es traten heraus aus jenem Hause Michael, Gabriel, Rafael und Fanuel und viele heilige Engel ohne Zahl,
- 71.10.1
und mit ihnen das betagte Haupt; sein Haupt war weiss und rein wie Wolle, und sien Kleid unbeschreiblich.
- 71.11.1
Da fiel ich auf mein Angesicht, und mein ganzer Leib schmolz dahin, und mein Geist wurde verwandelt, und ich schrie mit lauter Stimme mit dem Geiste der Kraft und pries und rühmte und erhob (ihn).
- 71.12.1
Und diese Lobpreisungen, die aus meinem Munde ausgingen, waren wohlgefällig vor jenem betagten Haupte.
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