De lepra ad Sistelium
- 16.3.1
Verstehe nämlich, daß die unreinen Kleider die Menschheit ist vor dem Glauben: und von dem alten Menschen die Menschheit entblößend, erleuchtete er sie wie die Sonne mit seinem Fleisch.
- 16.4.1
Denn forsche du, wie auf diese Weise Gott auch Tyrus schalt sprechend: Warum ist dir das Bett unrein? Von »Byssus« nämlich und ägyptischem »Purpur« war es gemacht, nicht von der »Mannigfaltigkeit der Weisheit Gottes« , sondern von »ägyptischer«; wie jener Gott mißfällig war. Denn
- 16.5.1
Gott mißfällig war. Denn daher ist er Gott mißfällig, weil er sich mit diesen zeitlichen schmückt, aber nicht mit geistlichen und leuchtenden Wie auch jener »Lazarus« sich nicht kümmerte um die äußeren sondern sich vielmehr fleißigte um die der Seele; daher ruhte er »im Schoß Abrahams«. Wir werden aber nun finden durch Leiden und Marter.
- 16.6.1
Daher nämlich »ging« auch jener »Pharisäer« »hinweg« vom Gebet, ohne vollendet »gerechtfertgt) zu zu sein« . Denn er hatte sich erhöht über einen solchen Denn es gebührte sich eine gewisse Weise zu haben, entsprechend Lehre Christi, welcher »welche«?) weder zornig noch hoffärtig.
- 16.7.1
Denn wir finden oftmals solche in Schwelgerei lebend und in feine Kleider sich kleidend. Daher auch Christus die Reichen meinend sprach: »Es ist leichter, daß ein Seil durch ein Nadelöhr gehe, als daß in das Himmelreich komme«.
- 16.8.1
Denn man muß vielmehr die Fremden und Armen ehren, durch welche sich Christus nannte. An jener Stelle aber zu denen mit vielem Gold übergehend, ehren sie aucli diese viel mehr; denn die einen tun dies der Würden halber, die wegen irgendwelcher anderer Ursachen.
- 16.9.1
Daher waren wir nicht barmherzig, verschließend das Erbarmen gegen unsere Bruderschaft; schämen wir uns der Armut, der Gefährtin der der Besonnenheit.
- 16.10.1
O weh! wodurch übertreffen wir die andern Menschen, da uns befohlen ist, zu haben eine »Gerechtigkeit besser als die der Schriftgelehrten und Pharisäer«, gemäß dem Befehl in Nichtachtung des Zeitlichen durch diese zu lernen: Wenn auch der Ozean von Silber flösse und die ganze Erde von Gold, würden nicht satt werden.
- 17.1.1
Wer von uns liebt nun seinen Bruder mit Wahrheit? Wer ist, der nicht Böses denkt wider seinen Nächsten? Wer den andern? Denn wo die Bischöfe durch AYucher sich nähren , da ist auch unser Aufzug aussätzig, wo die Laien, da der Einschlag. diese schilt auch der heilige Geist: »Müssen sich selbst mehr die Hirten weiden, oder nicht die Schafe? Denn siehe, die Milch esset ihr und mit der Wolle bekleidet ihr euch«.
- 17.2.1
Und bald darauf: »Und ihr zerstreut meine Schafe, und sie wurden zur Speise allen Tieren«.
- 17.3.1
Und der Herr wieder verglich den Reichtum den »Dornen« ; der Herr befahl dem, welcher fragte, welches »Gebot das groößere« sei, zu verteilen; der Apostel nennt den Reichtum einen »Fallstrick« des Todes. Der Herr hat gesprochen: »Liebet eure Feinde«, aber streiten mit den Freunden.
- 17.4.1
Denn eines Guten Sache ist, nicht die uns Liebenden zu lieben, sondern vielmehr die Hassenden dazu zu lieben;
- 17.5.1
der Herr sprach: »Gib einem jeden, der bittet«, aber wir, bloß sehend, denken auch nicht daran. Denn uns allen gebührt Zeitliche zu verachten, wie vielmehr aber den Bischöfen. Denn nützt Gold oder Silber oder Perlen? Wenn sie doch könnten Hunger hindern oder den Tod eines Kindes einhalten.
- 17.6.1
Denn anderes ist dies nichts als Trug, denn für sich ist es unnütz. niemand vermag »ein einziges Haar« sich »hinzuzufügen«, ühmt sich umsonst über jene Dinge.
- 17.7.1
Wenn aber nun auch »die Vögel, welche nicht säen noch «, satt werden, und »die Blumen«, niemand ihnen ein Kleid webt, gleichwohl, da Gott es will, so geboren werden, — »wieviel mehr wir, denn es weiß der himmlische daß wir dies alles bedürfen«.
- 17.8.1
Denn auch Salomo, welcher weiser <und> reicher war denn alle Könige, versündigte sich durch große Schwelgerei.
- 18.1.1
»Daher wachen wir, damit nicht unsere Herzen beschwert werden mit Fressen und Saufen.« Denn jetzt sind wir trunken die Sorgen der Welt und alle Bosheit und sehr schlafliebend. Daher schwelgen wir, eifern wir, lästern wir, mehr als die Ungetauften.
- 18.2.1
diese Untugenden haben wir. Denn jetzt redet unsertwegen der heilige Geist durch Micha, den Propheten, welcher gesprochen: »O wehe Seele, denn es ist gewichen der sich Enthaltende von der Erde und ein Bessernder ist unter den Menschen nicht; alle streiten aufs Blut, ein jeder kränkt seinen Bruder; alle bereiten zum Bösen denn um ihn
- 18.3.1
denn um ihn allein fleißigen wir uns, zur Erde gebückt wie das nicht schauen auf den Vater und Schöpfer des Alls.
- 18.4.1
In Wahrheit ist jetzt schwer einen zu finden, der gebildet ist durch den Sohn Gottes mit Geduld und Demut und Liebe und den übrigen (Tugenden) und nach dem Ausgang 003E; oder »Ende«?) dieser Welt dürstend, Sanftmut lehrend und überführend, geschaut auf der Erde nach dem Leib, aber mit dem Geist im Himmel seiend und sich nährend heiligen Erkenntnissen.
- 18.5.1
Denn ein solcher muß sein der wahre und Lehrer.
- 18.6.1
Denn »was schaust du auf den Splitter, welcher ist in deines Bruders Auge, aber den in deinem Auge seienden Balken er- kennst du nicht?« Denn das Erste muß sein sich selbst zu rechtzubringen) und darnach seinen Nächsten.
- 18.7.1
Denn was für ein Nutzen ist am Wort, wenn keine Taten werden? Denn sagt er: »Arzt, hilf dir selbst«.
- 18.8.1
Wie er will, daß wir überführen, sagte er aber (»ein anderes«?): anderes«?) : »Wenn sündigt dein Bruder, Tuenden befiehlt er anzunehmen und für einen Bruder zu halten.
- 18.9.1
Aber der Überführende muB überall ohne Tadel sein. Daher nachdem du dich zuvor geprüft, ο Mensch, und du in betreff des deinen erkannt hast, gehe über zur Strafe Überführung) der andern.
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